rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

At Oslo – Pen And Tape

ep Heute laden uns „At Oslo“ mit ihrer ersten EP „Pen and Tape“ für circa eine halbe Stunde lang ein, in IHRE ganz persönliche musikalische Welt einzutreten. Und dadurch, dass Luc Wodzicki (voc), Constantin Krämer (git), Max Blasius (B) und Max Kaffes (dr) ihr Set mit dem starken Track „Kangaroo Man“ eröffnen, gelingt ihnen das auch wirklich gut. Denn mit diesem Opener verfängt sich der Sound dieser Platte sogleich im Ohr des Hörers und schafft somit die richtige Atmosphäre, um direkt von Beginn an wirklich zuzuhören.

„Stürmisch und quirlig“ könnte man dazu sagen. Ja, das passt wie die Faust aufs Auge, um diesen Mix aus lebendigem Indie und rotzigem Bash-Pop zu beschreiben.

Laut und Leise sind ganz zweifellos hier die Stilmittel, dazu muss man sich nur das Nebeneinander von Songs wie „Revolution“ und „The Tidal Waves“ anhören. Der Kniff liegt in der Überkreuzung von Genres, von Stimmungen und Strukturen, wobei sich die Jungs aus Berlin keineswegs auf den Status irgendeiner wie auch immer gearteten Blaupause beschränken.
Genau dieser Abwechslungsreichtum macht diese EP wunderbar kurzweilig. Starke Melodien treffen auf Wohlgefühl und Melancholie, mal balladesk, dann wieder unberechenbar und plötzliche Haken schlagend.

bandAn manchen Stellen fühle ich mich, als hätte sich gerade jemand mit seiner Akustischen neben mich gesetzt, um mir selbstverloren etwas vorzuspielen. So z.B. bei dem wunderschönen „The Tidal Waves“ – aufwallende, herrlich warme Gitarrenklänge voller Intensität und Variationen bei Tempo und Stimmung. Außerdem bleibt bei mir gleich eine Textzeile haften: „ When the waves – they track you down – carry you – to your common ground-when the fly -of the bumblebee- takes you home – never knew it wasn’t me“.

Oder nehmen wir einmal „Swan“. Was als stürmisches, wildes Klangfeuerwerk mit einem formidablen Krächz in der Stimme startet, entpuppt sich als ein Wechselspiel aus Härte und Weichheit. In intensiver Dramaturgie wird einerseits mit verlockender Sanftheit bezaubert und andererseits auf einen bösartigen E-Gitarren-Einsatz hingearbeitet. „All the stories they write on their ways they can’t find – I can’t read, I can’t speak – And all the letters they wrote on the ways they didn’t go – When will they write about me?“ Eine zähe wie zartbesaitete Gesinnung wird hier ungezügelt, ja, zeitweise wie mit gefletschten Zähnen dargeboten, und dies zu zähmen scheint unmöglich. Aber ganz im Ernst: Wer sollte das ernsthaft wollen?

band2Sehr schön auch der Track „No Name“, bei dem sich der Bass warm und bedächtig wie ein ruhig dahinfliessendes Flussbett unter eine etwas nervöse, spielfreudige Gitarrenlinie und ein präzises, aber wie aufgekratztes Schlagzeug legt. Luc`s Stimme schwankt dazu zwischen Abgeklärtheit, Hingebung und Pete Doherty.
Oh ja, man kann schon sagen, dass „At Oslo“ keine dieser in Beliebigkeit versinkenden Indie-Rock-Kapellen sind, denn dazu sind einige der Tracks zu nachdenkenswürdig. (…Rosie…)

Wer sich die Jungs anschauen möchte, kann dies z.B. am Mittwoch, dem 5. Juni um 19:30 Uhr im „Schokoladen“, Ackerstr. 169, Berlin-Mitte tun.

Songliste:
1. Kangaroo Man // 2. Revolution // 3. Swan // 4. No Name // 5. Where Will We Go // 6. Day Or Two // 7. The Tidal Waves // 8. Quing

Mehr lesen: www.atoslo.com

Und das erste offizielle Video gibt es hier:
At Oslo – No Name

Video mit freundlicher Genehmigung von „At Oslo“ und Merlin Böhler, Jessica Gens, Anna Kriegl, Wiebke Sprenger und Maria Ünal.
All Songs written by „At Oslo“
Recorded and mixed at Unterton Studios Berlin – Engineered by Christian Isheim
Art Work: Maximilian Kaffes
Fotos mit freundlicher Genehmigung von: „At Oslo“ und Arthur Silber

Übrigens: In diesem Monat sind „At „Oslo“ bei Detektorfm „Musikzimmer“ als Band des Monats nominert. Wer möchte, kann für die Band und den Song „Where will we go“ abstimmen.
Der Link: „Musikzimmer“

Einsortiert unter:Album Reviews, Rock, , , , , , , , ,

März 2013
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Heavy On Sunday – Leeuwarden, 26.11.17

Ten Years After im Metropool/Hengelo 08.12.17

Freak Valley X-Mas Fest im Vortex/Siegen am 09.12.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: