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Larman Clamor – Frogs

Larman Clamor - Frogs Cover Den Blues, den „Larman Clamor“, alias „Alexander von Wieding“, Musiker und Illustrator, auf dieser CD vorträgt, interpretiere ich so: „Blind Lemon Jefferson, Charlie Patton und Robert Johnson Screaming` And Hollerin` The Blues“.
„John Lee Hooker, Junior Kimbrough und R.L.Burnside“ tanzen zusammen den „Endless Boogie“ mit den Southern Women in den Juke Joints über den Wolken, „Spoonful“.
Und auf den Straßen Hamburgs schmirgelt Abi Wallenstein inbrünstig die Seele in den Blues und schruppt mit seiner Dobro das Gelackte und Polierte ab.

Und das ist noch nicht das Ende dieser großartigen Werkschau aus dem Hause „Smallstone Records“, denn das beiliegende, mehrseitige Booklet veredelt die Musik auch noch visuell.
Der Rezensent geniesst auch die gemalte und gezeichnete Welt des Protagonisten. Düstere und schreiende Farben, Bilder mit magischer Ausdruckskraft.

In der Vergangenheit gestaltete der Illustrator aus Hamburg zahlreiche Cover von Bands aus dem musikalischen Dunstkreis des Stoner- und Desert Rock, wie „Monster Magnet“, „Karma To Burn“, „Tia Carrera“, „Wo-Fat“ und „Sasquatsch“.

Seine zweite CD/ LP, die erste erschien 2011 als EP mit dem Titel „Altars To Turn Blood“,  beinhaltet 11 Kompositionen.

Alle auf eigener Scholle gepflanzt, gewachsen, gemixt, produziert und geerntet. Alle Instrumente selber gespielt.

Brütend heiß, mystisch, psychedelisch, betörend, rau, verzerrt, mit klirrender, unterirdischer Stimme, Mojo garantiert!

Ich, als Mitglied des Vereins der Vinyltrunkenen, hab mir natürlich eine der auf 400 Stück limitierten, grün schimmernden Vinylausgaben gekauft. Auch um die Bilder in größerem Maßstab zu erforschen.

Nun zur Musik, zum Beispiel „Black Cylinder“: Raue, verzerrrte Stimme, verzerrte Slide Gitarre, trommelnder und auch noch durch Tamburin unterstützter Rhythmus. Ein dreckiger, schwülheiß treibender Boogie für die Whiskeyschmuggel Fahrt durch die Swamplands des Südens, „A Demon Born In Acid“ heißt es so treffend im Text.

Das Titelstück „Frogs“ ist auch so eine Schmuggelfahrt, ohne Rücksicht auf Verluste. Nach vorne stampfender, verzerrter Boogie. Dieser wird in diesem Fall unterstützt vom Honky Tonk Piano und einem minimierten Banjo Outro, das noch zusätzlich reichlich Prozente in die Flüssigkeit giesst.

Beim „Mudhole Stomp“ tanzt du, mit einer Flasche Moonshine in der linken, einer Maid im Baumwollkleid im rechten Arm, in einem Juke Joint, glücklich und zufrieden mit der Welt.

Die Gitarrenknaller „Potions & Secrets“ und „Mill Wheel Alchemy“ sind prall gefüllt mit Seele und Melancholie, die Welt des instrumentalen Blues in 85 bzw. 200 Sekunden erklärt, da bleiben keine Fragen offen.

Der psychedelische Blues des Alexander von Wieding besetzt eine musikalische Nische in deutschen Landen. International vergleichbar ist seine Musik meiner Meinung nach mit „Elam McKnight“, „Left Lane Cruiser“, „Black Diamond Heavies“ oder „Honkeyfinger“.

Diesen großartigen Stoff von Larman Clamor würde ich gerne mal in einem Juke Joint inhalieren, anschließender Rausch garantiert….(Volker).

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