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The Machine – Offblast

cover(ch) Die Rotterdamer Stoner-Band ist zurück mit ihrem fünften Studioalbum „Offblast“. Sie sind keine Männer großer Worte, sondern fetter Riffs! Es ist alles etwas schwerer und druckvoller als auf den Vorgängern. „Offblast“ besteht aus sechs Tracks, mit einer gesamten Spieldauer von ca. 50 Minuten.
Der Charakter des Albums ist eine logische Weiterentwicklung des Power-Trios. Es beginnt und endet mit zwei langen Psycho-Stoner Jamsessions, dazwischen vier kürzere Songs mit verbesserten Einfällen im Songwriting.

Die Produktion ist absolut atemberaubend. Es bietet aufregende Soli wie zu „Kyuss“ und frühen „Queens of the Stone Age“ Zeiten, tiefgestimmte Gitarren, scheppernde Drums, entrückte Vocals, stark ausgeprägten Groove und einen allgemein sehr basslastigen Sound, halsbrecherisch in manchen Passagen. Konsequent ignorieren sie jegliches Popsong-Format und gebären Soundbastarde, die aus purer Energie bestehen.
Eine Vielschichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Wer die „The Machine“ schon einmal Live erleben durfte – ich bereits mehrmals, ist von der Ästhetik des Sounds einfach hingerissen.
Immer wieder Wahnsinn, was aus den Jam-Sessions der drei Musiker heraus alles entsteht.
„Chrysalis (J.A.M.)“ ist einer ihrer besten Jam-Tracks überhaupt. Lange Zeit steht die psychedelisch vibrierende Gitarre in der Luft, unterstützt mit dem knochentrockenen Schlagzeug und donnerndem Bass-Rhythmus.
Zumindest die ersten sieben Minuten wirken enorm drogig, gleiten ab ins dunkle, schwere und finden zusammen in sich wiederholenden, variierenden, wirbelnden Stoner Rock-Teilen.
David malträtiert seine Gitarre bis zum äußersten, die er dann leicht ausklingen lässt, bis nur noch Bassfetzen übrig bleiben. Ein sehr beschwörendes, treibendes Stück. Das kürzeste, „Dry End“, mit dem anschiebenden, donnernden Bass-Rhythmus. Vocals setzen ein, im Hintergrund steigen schwurbelnde, fast schrille Sounds nach oben. Von der Länge her ein klassischer Song, kein Brocken, aber heftig.

„Coda Sun“ lässt den Hörer unaufhaltsam Richtung Abgrund rutschen. Weit und verloren, mit schwappendem Bassgrummeln und Stimmfetzen, dreht sich das Stück schneller und schneller.
Rockiger und gradliniger geht es in „Gamma“ zu, dennoch bleibt das typische, krachige Donnern. Allerdings bleibt der Track klar, geht mehr in die Breite und Fläche mit spacig schlagenden Rotieren.
„Off Course“ ist eine weitere Überraschung, mit der einen oder anderen geloopten Gitarre, dazu stimmlich ein leichter Ton, sparsam mit stampfenden Rythmus.
Das abschließende Jam-Stück „Come To Light“ gibt dann noch mal richtig Gas: leichtes Vorgepänkel, wummernde Bass- und Gitarrenläufe, Schlagzeug und das eine oder andere Zischen strömen intensiv dahin. Auch von der Länge her ein weiteres Brett und würdiger Abschluss!
„The Machine“ ist ein überragendes und innovatives Album gelungen, das sehr viel Freude macht!

Das Album erschien am 1. Juni via Elektrohasch als CD, im August erscheint das Vinyl.

Line-up:
David Eering – Guitar, Vocals
Davy Boogaard – Drums
Hans van Heemst – Bass

the-machine

 

 

 

 

Tracklist:
01 – Chrysalis (J.A.M.) [16:25]
02 – Dry End [3:05]
03 – Coda Sun [5:34]
04 – Gamma [6:48]
05 – Off Course [6:36]
06 – Come To Light [12:11]

Discografie:
2007: Shadow of the Machine
2009: Solar Corona
2011: Drie
2012: Callmer than you Are
2013: The Machine & Sungrazer Split
2015: Offblast

http://www.themachineweb.com/
https://www.youtube.com/watch?v=JQeZhbMz_jM#t=62

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