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Red Mountains – Down With The Sun

tp0004c_SP_DPGate_Cover(vo) Vor knapp drei Monaten ergab sich für mich das große Vergnügen, einem ersten Stück der nun Anfang September bei Nasoni Records erscheinenden und sechs Tracks umfassenden, ersten LP des Quartetts aus Trondheim/Norwegen zu lauschen. Was dieser erste Song in fünf Minuten und 18 Sekunden an- und darstellte könnt ihr hier nachlesen (ein bißchen nach unten scrollen). Nun liegen uns auch die restlichen knapp 33 Minuten vor und die haben es nicht nur in sich, sondern strotzen nur so von ausgefuchsten Songideen und spannenden Arrangements. Und die Songs stammen aus Musikerherzen und -seelen, die wissen, wie man Spannung, Drive und Power erzeugt.

Jeden Song beherrschen eine oder mehrere Grundstimmungen: Stoned through the desert, Spaceshuttlefly, Heavygrooves, Trippy-Psychedelic-Sounds, 60s und 70s memories, Progmetal und Postrock und gekrönt von der Hauptfrucht des Ganzen, dem Blues. Ihr lest und seht: Vielfalt und Abwechslung im Sound ist bei diesem Album Gesetz!
Und dieser Sound entstand durch die famose Zusammenarbeit von Jostein Wigenstad, Gitarre, Magnus Riise, Gitarre und mörderische Stimme, Simen Mathiassen, Schlagzeug und Sverre Dalen, Bass.
Sie lassen es krachen und streicheln unsere Seelen, sie rocken wie die Sau, heavy oder grob, oder flowern und powern.
Sie führen uns kurzzeitig in Grungegefilde oder fliegen mit uns ab ohne Rückfahrschein.
Sie treten in die Fußstapfen der 60s und 70s und ins Hinterteil, und schleppen bunte Melodien über einen fein und grob gewobenen Soundteppich.
„Silver Grey Sky“ zum Beispiel vereint fast alle im letzten Satz aufgeführten Momente in einem Guß, was für ein GAU: größte anzunehmende Unterhaltung für alle Rock Freaks dieser Welt. In acht Miuten und acht Sekunden wird dir alles aufgeführt, was einen großen Rocksong ausmacht.
Der andere lange Track des Albums, „Sleepy Desert Blues“ beginnt mit 60s San Francisco Flair, nichtsdestotrotz braten uns aber im weiteren Verlauf die Gitarren einen nach dem anderen über, das Schlagzeug schlägt dir permanent in den Nacken, der Bass bollert dir den Blutdruck in hypertonische Bereiche und du sitzt da und kriegst abwechselnd Orangen- und/oder Kiwihaut, du drehst die Anlage immer weiter Richtung Anschlag, das muß die Welt da draußen hören. Was für eine Hymne, sieben Minuten und 35 Sekunden die reinste Wonne für den Freak.
Im Musikladen deines Vertrauens wäre danach dringender Bedarf an Biernachschub vonnöten, denn merke: Der „Sleepy Desert Blues“ fräst und vibriert dir auch den Schaum vom Gehopften.
„Moral Panic“ doomt und schleppt sich zu Anfang schwerstens durch die Ohren, der Gesang tanzt den Teufel, dann brennen die Gitarren und lodern weiter mit Wahwah und Fuzz, ehe sie kurzzeitig durch Postrockige Elemente beruhigt werden. Sverre zieht das Tempo wieder an und brennt mit bollernden Basslinien das Feuer wieder auf Höchsttemperatur und gemeinsam mit irrer Stimme, jaulenden Gitarren und punchendem Schlagwerk wird alles zu Ende geführt, heiß, sehr heiß.
Über „Sun“ könnt ihr euch. wie schon weiter oben ausgeführt, hier informieren.
„Rodents“ gibt Hardrock als Richtung vor, mit temporeichem Start. Magnus`Stimme besitzt hier das gewisse Hardrockaffine kratzen und krächzen, die Gitarren schrubben und die beiden Groover schroten auf gleicher Höhe. Gegen Ende nimmt die Crew das Tempo raus und fadet den Song mit einem balladesken Hardrockriff aus.
„Six Hands“ trägt eine ähnliche Handschrift wie „Sun“, hat etwas Nirvanageschmack, ist aber melodischer und wird mit etwas Hall und Hardrock- und Stonerriffs dem Ende zugeführt.
Ein Knalleralbum, das im Genre Psychedelic/Stoner/Blues locker den Putz von den Wänden rockt. Und: Jostein, Magnus, Simen und Sverre, macht euch demnächst bitte dringend auf den Weg in unsere Gefilde, diesen Stoff müssen wir einfach live und in Farbe inhalieren….(volker)

Die Songs:

Six Hands
Sun
Rodents
Sleepy Desert Blues
Silver Grey Sky
Moral Panic

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