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Ole Frimer Band – Live At Blues Baltica

Ole Frimer Live (vo) Aus Skandinavien stammen nicht nur, dank hervorragend ausgebildeter Musiker, gefühlte 75 % aller neuzeitlichen Rock-Kapellen, die sich der eher bluesgetränkten Rockmusik der 60er und 70er widmen (zum größten Teil mit wachsendem Können und Erfolg), sondern auch spannende, innovative und vor Feeling und Soul nur so strotzende Bluesbands. Dazu gehört für mich ab sofort auch die Ole Frimer Band, die im Mai 2014 diese Scheibe beim internationalen Bluesfestival in Eutin aufnahm.

Gitarrist und Sänger Ole Frimer präsentiert mit seiner vorzüglich agierenden und eingespielten Truppe, bestehend aus Palle Hjorth an den Tasten, Claus Daugaard hinterm Schlagzeug und Jesper Bylling am Bass und Background Vokals, die hohe Kunst, ohne Akrobatik, Frickelei und auf den Punkt die Bandbreite des modernen Blues. Das Quartett aus dem dänischen Århus spielt seit 2008 zusammen und bringt neben drei Coverversionen auch fünf Kompositionen des Bandleaders auf den Boden.
43 Minuten Blues aus der Stadt in Ostholstein, von der Bühne auf dem Marktplatz ausgezeichnet aufgezeichnet von Robert Andersohn.
Schon „If You Only Could Forgive Me“, der erste Titel, lässt erahnen, wohin uns die Reise führt: Relaxter Stoff, mit gutem Groove und einem spannenden Wechselspiel zwischen Tasten und Gitarrensaiten, das sich über fast die gesamte Lauflänge der CD fortsetzt. Außerdem ist Ole als solider Sänger zu hören, der den Blues weder rausschreit noch nölt sondern so integriert, wie es sich gehört.
Beim Al Kooper Song „I Can`t Keep From Crying Sometimes“, den es ja u.a. auch auf der Recorded Live von Ten Years After gibt, klingt Oles Stimme ein bißchen rauchiger, das Gitarrensolo knackig und der Alvin Lee Version nicht nachstehend, und das Fade-out mit leisem Call And Response mit Ole und Palle.
„The Way You Move“ besitzt einen funkigen Einschlag mit sehr flinken Tastenläufen von Palle, inmitten klingt es auch mal ein bißchen sakral, nur mit Bass und Tasten, feiner Song.
Danach wirds Zeit für einen Slow Blues: „Workin`To Much“, mit dominierenden Gitarrenläufen die laufen, was die Saiten hergeben, fein ausgearbeitet, von der Sorte „nicht nervend und verfrickelt“.
„Introduced To The Blues“ swingt und verführt zu verschärftem Fingerschnipsen, der Song ist gut gefüllt mit solistischen Tieftönen, feinen Licks und Riffs und eine für meinen Geschmack herausstechende Komposition des Albums.
„Black Cat Bone“, ein Gassenhauer der Bluesgeschichte, führt uns in bester Texas Blues Manier ala Johnny Winter weiter bevor anschließend die „Sheltered Roads“ auf uns warten, ein schöner Slow Blues mit innigem Gitarrenspiel und zurecht mit viel Beifall bedacht.
Die letzten fünf Minuten dieses Livealbums gehören dem Johnny Winter Song „Hustled Down in Texas“, wobei es eben im Mai flott und groovig wintert, aber in dänischer Manier.
Kompliment an Ole Frimer und seine Band und Dank für eine vergnügliche Dreiviertel Stunde Blues….(volker)

Webseite Ole Frimer Band

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