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Groggy – Turtle

00 (Копировать)(ol) Auch im kalten Sibirien wird heißer Rock gespielt. Das beweisen die Jungs von Groggy auf ihrem zweiten Longplayer „Turtle“.
Im Sommer letzten Jahres, gab es vom Duo aus Omsk die „Deep Siberian Sessions“, bei denen sich das Duo eher im doomigen Instrumental Stil von Bongripper und ähnlichen Bands versuchte.
Auch das ganz hervorragend und absolut überzeugend.

Hört man aber nun ihr neues Album, ist es kaum zu glauben, das es sich hier um das gleiche Projekt handelt.
Obwohl, nur zeitweise um Gastmusiker verstärkt, klingen die beiden Jungs wie eine komplette Band und haben zusätzlich unglaublich viele Einflüsse in ihr neues Werk einfließen lassen ohne beliebig zu wirken.
Schon beim Opener „Hurricane“ überraschen sie mit einem Intro im Tom Waits Style, das in einen Heavy-Blues-Rock übergeht, der im Stopp and Go Modus mit fuzzy Gitarren und tollem Drive einen Traum-Start hinlegt.
Der zweite Song „Hypnotized“ ist ebenfalls ein Blues Shuffle, der im Refrain mit leicht verhalltem Gesang überrascht. Auch beim dritten Song „The Long Hair“ überzeugt hier die stimmliche Wandlungsfähigkeit: Blues Shouts, gefühlvoller Klargesang und auf einmal ein Part der mich an Rage Against the Machine denken lässt. Eine ganz eigene Interpretation von hartem Blues Rock mit Doom und Stoner Parts.
Bei Song vier „The Devils Blood“ sind die Jungs schon wieder in einer ganz anderen musikalischen Welt unterwegs. Gefühlvolles JJ.Cale Laid Back Guitar Picking mit geflüstertem Storytelling von Tod und Teufel, das zum Abschluss nochmal richtig aufdreht.
Titeltrack „Turtle“ ist ein kurzes schrammeliges Instrumental in dem so viele Ideen stecken, dass manch andere Band ein ganzes Album damit bestreiten würde.
Danach ein dramatisch doomiges „Hitchhike“ mit ganz viel sibirischem Soul,psychedelischem Synthie Sounds und unheimlichen Growls.
Was für eine Mischung!
Mit „Aliens“ folgt ein straighter Rocker garniert mit jazzig/progiggen Zwischenparts.
„Rimshak“ ist ein akustisches Zwischenspiel, das mit seinen spacigen Effekten auch auf einem Pink Floyd Album der ´70er nicht unangenehm aufgefallen wäre.
Langsamen Doomigen-Heavy-Blues, treffend mit „So Goddam Low“ betitelt, bringt das Album dann auf die Zielgerade. Beim vorletzten Stück wird der „Hammer“ ausgepackt. Power-Drumming und Stakkato Riffs immer wieder mit tollen Breaks, die auch diesen Song nie langweilig werden lassen.
Zum Abschluss der „Electric Chair of Doom“. Woahh was für ein Titel, schon volle Punktzahl für die Namensgebung.
Wie der Name verspricht: langsamer Doom mit einem Sänger, der noch mal alles rauslässt und auch hier immer wieder der kleine Break an der Ecke, der dich mit gefühlvollem Gesang oder
psychedelischen Effekten aufhorchen lässt.
Zusammenfassend ein HAMMER von Album, das uns da aus dem tiefsten Osten erreicht.
Hoffentlich finden die Jungs mal den Weg auf unsere hiesigen Bühnen.
Sobald das Vinyl erhältlich wäre ich einer der ersten Käufer….(olli)

Tracklist:

1.Hurricane
2.Hypnotized
3.This Long Hair
4.Devils Letter
5.Turtle
6.Hitchhike
7.Aliens
8.Rimshak
9.So Goddamn Low
10.Hammer
11.Electric Chair of Doom

Released 25.12.2015,erhältlich via
www.groggyband.bandcamp.com

 

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