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Lamagaia – Lamagaius

Lamagaia - Lamagaius(vo) Aus Göteborg in Schweden erreichte uns dieser Tage die sehr interessante Mail einer Band, die sich dem kosmisch-Krautigen Sound widmet. Lamagaia, so der Name der Band, ist eine Mißinterpretation oder die ungewöhnliche Schreibweise des deutschen Lämmergeiers……schwedischer Humor? Aus unterschiedlichen musikalischen Ebenen stammen die Bandmitglieder, sie waren des „normalen Sounds“ müde und gründeten 2010/2011 diese Band, die fortan jammte und aus einem Jam des Jahres 2012 entstand „Lamagaius“. Dem instrumentalen 28 Minutenpfund wurde später im Studio noch etwas Gesang beigegeben und fertig wurde ein großartiges Stück Musik, das auf Vinyl gepresst, bei der Band bestellt werden kann, darf und sollte, die Auflage beträgt 300 Stück.

Die Musik ist mit Querverweisen zu zahlreichen, herausragenden Interpreten des Elektro-/Krautrocks der 60er und 70er gespickt und ragt zu Anfang mit druckvoll vorwärtstreibendem Schlagzeugbeat ala Klaus Dinger hervor, und mit Reminiszenzen an ihn und Michael Rother wird der Sound zunehmend dichter, farbiger, rythmischer, motorischer.
Rothers damaligen Effekte und Saitenspuren waren eine erste große Inspiration für die Jungs, die auf ihre Art und Weise diese Einflüsse in ihre Komposition einfügen.
Das bedeutet aber beileibe nicht, das Carl – Bass, Micael – Drums, Tobias – Guitar/Effects/Synthesizers und Tore – Guitar/Organ/Synthesizers von vorgenannten und gleich noch folgenden Inspirationsmusikern abkupfern, im Gegenteil: sie bringen diese Art Musik auf eine sehr moderne Ebene, auf ihre Weise, mit ihrem Drive, mit ihrer Seele, mit ihrem Herz.
Weiter im Text: der kurz einsetzende, verfremdete Gesang erinnert ein bißchen an die „Riders On The Storm“ Tage, Jim wird das da oben genüßlich registrieren.
Die nächste perfekte Grooveunterfütterung erinnert mich in ihrer Stylistik sehr an die „Wahnfriedsche Tonwelle“, dort trieben ja Mike Shrieve das Percussions- und Klaus Schulze das Schlagzeuguhrwerk unerbittlich an und mit „Schwung“ und „Druck“ nach vorne, in unserem Fall machen das eben die neuen Elektro-Groovekönige aus Schweden.
Die angezerrten und verfuzzten Gitarrenläufe werden auf diese Weise unterstützt, bevor eine gitarristische Postrocksequenz das Ende dieses Songs einläutet.
Das Ganze fließt und groovt und flirrt und rythmisiert großartig….und beamt mich zurück ins Haßlinghäuser „Open Eye“ der 70er, einer Kiffermusikbude mit phantastischer Rockmusikuntermalung der Rauch-, Knutsch-, Trink-, Hör- und Sehgeräusche.
Elektrokraut der Extraklasse, der sich meiner bescheidenen Meinung nach locker mit den alten Meistern messen darf…..(volker)

Lamagaius bei soundcloud

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