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Baby Woodrose – Freedom

BW(kiS) Hejhej ! So, nach 4 Jahren Wartezeit erscheint endlich ein neues Album! Das dänische Urgestein des Psychpoprocks Baby Woodrose, das mit wechselnder Besetzung seit 2001 aktiv ist, lässt am 16.9.1016 eine neue Platte rollen. Und ich habe die Ehre schon jetzt Ende August zu lauschen. Nachdem ich mir bei Baby Woodrose` FreakValleyFestival Auftritt dieses Jahr eine blutige Nase durch moshpittende Mitmenschen geholt habe, lässt sich jetzt die ruhigere Studioaufnahme ganz gemütlich genießen.

Das Potential auf der Bühne wieder richtig abzugehen erahne ich vor allem bei mind control machine. Lorenzo Woodrose ist zwischenzeitlich sicher nicht aus der Übung gekommen richtig loszulegen, denn Spids Nøgenhat, seine Band Nr. 2, räumte in Dänemark als beste Live Band des Jahres ab.
Cover: plakativ. Ganz klar mit Ahnlehnung an die Bewegung Black Panther der 60er war mein erster Gedanke beim Anblick der schwarzen Faust. Irgendwie ein wenig schlicht, aber nun gut, wie soll man auch jemals die wunderschöne rothaarige Möse übertreffen?
Aber Thema Liebe steht hier auf diesem Album auch nicht im Mittelpunkt.
21century slave. Gibt die inhaltliche Richtung vor: es geht nicht um das alte Rein-Raus-Spiel, geht anscheinend um Gesellschaftskritik schlechthin. Handgeschriebenen Texte werden auf der Platte mitgeliefert. Während auf Freedom der süße Schmelz der Verführung oft fehlt, der sich durch die früheren Alben wie ein roter Faden zieht, wird dieser nun ersetzt durch erwachsen gewordene Auseinandersetzung mit der Realität. Eher kritischer outburst als chemical buzz für Endorphinausstöße.
Nun gut, bei Freedom denke ich an Aretha Franklin, die in Blues Brothers ebenso eindringlich diese fordert. Obwohl die wirkliche Inspiration, O-Ton Mr. Lorenzen, ein alter Gospel Song war, der durch eine improvisierte Version von Richi Havens (1969/Woodstock) bekannt wurde. (Davon gibt’s eine sehr schöne Aufnahme bei youtube, wer mag schaut nach!)
Es ist wieder alles wie gewohnt spacy und trippy arrangiert. Wer technisch versierter ist als ich wird sicher die analoge, manuelle Aufnahmetechnik zu würdigen wissen.
Wer den Vorgang vom Schöpfer selbst für jeden Song beschrieben haben will, kann sich hier im Detail informieren: https://babywoodrose.wordpress.com/
Von mantra kann man nicht genug bekommen, absolut richtig. („I cant stop and I can never get enough…”) Ebenso entpuppt sich open doors nach mehrmaligem hören hin zu meinem Lieblings Ohrwurm.
Termination mit 8:28 Minuten als fulminanter Abschluss das längste, hypnotisierendste, jammigste und auch zynische Stück der Platte:
Just in case you’re all still wondering
You can ask any five year old child
If the world he lives in is really worth saving
And if two wrongs ever does make one right?

Wer also die Weiterentwicklung von Baby Woodrose nicht verpassen will kaufe schnell das Album (erste Pressung auf 1000 Stück limitiert) und darf dann vielleicht auf eine 15 jährige lückenlose Sammlung stolz sein! Träume sind Schäume, aber – ich wünsche mir als nächstes ein Live-Album! Und Merch beim nächsten Konzert/ Festival! Und einmal live sehen im Heimatland! Bis bald! Hejhej, Tak og Knus for Freedom!….(kirsten)

Fakten:
Songs: reality/21century slave/open doors/mind control machine/peace/freedom/red the signpost/mantra/termination
Line-up: Lorenzo Woodrose (vocals,guitar) Hans Beck (drums) Mads Saaby (guitar)Kåre Joensen (bass) Anders Skødt (organ) Label: Bad Afro Record

Auf Tour im November, siehe Termine

Einsortiert unter:Album Reviews, Psychedelic, Rock, Space, Stoner, ,

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