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Matt Boroff – Grand Delusion

imagesAuf der Suche nach der Einzigartigkeit von Matt Boroff

(KiS)Eine Rezi über Matt Boroff ?- wer ist das? Was, Mark Langean singt irgendwo mit und Alain Johannes hat auch seine Finger drin? ICH, Ich! Ich will!
An Östereicher, Voralberg?- nein, in USA geboren, also englischsprachig. Ein talentierter Multi-Instrumentalist, er spielt Gitarre, Bass, Klavier, Orgel, Schlagzeug und Perkussion. Allen Songs ist eigen, dass Schlagzeug, Gitarre unaufdringlich hinter dem Gesang zurückstehen, wenig Bass-lastig sind und ihr Tempo und Intensität dem textlichen Inhalt unterzuordnen scheinen. Soundtrack Qualitäten! Gitarrensoli sind sparsam, wie aus dem Off eingesetzt.
Zu jung um als Grunge-Urgestein durchzugehen? (Sein Alter: geheim, geheim). Schaut auf eine langjährige Musikkarriere zurück. War Vorband mit Planet Dread/ Matt Boroff & The Mirrors von Nirvana, Kyuss, BRMC, Calexico. Das neue Soloalbum in Zusammenarbeit mit Alain Johannes, Jack Irons (Pearl Jam) und wie im Vorgänger Album (Sweet hand of fate) enthält auch Grand Delusion wieder einen Gastauftritt von Mark Lanegan. (Garbage Man).
Vergleiche, Vergleiche, drängen sich beim Hören auf, ist das nun positiv für einen Künstler? Ist es die produzierende Handschrift von Mr. Johannes? Eine jüngere, gitarrespielende Ausgabe von Mr. Lanegan, in den „Startlöchern“ – (nach 20 Jahren eigenem Musikerdasein) bereit in dessen Fußstapfen zu treten? Die düstere, melancholische Grundstimmung des ganzen Albums ließe es erahnen.
Parallelen tun sich viele auf. Aber er ist lustig und beweglich in seinen Videos, ich denke das ergibt bestimmt eine hervorragende Bühnenpräsenz. „Underrated“ steht dann an dieser Stelle, wer weiß schon warum es manch weniger begabte und talentierte Künstler schafft mainstreamiger bekannt zu werden, und die, die es verdienen bleiben für lange Zeit
„ Geheimtipp“ ? Bescheidenheit? Vielleicht auch ein netterer Weg als z.B. ein Dave Navarro, der nun irgendwo Tattoocompetitions betreut…Wenn er geborener Östereicher wäre würde ich das Klischee bedienen und sagen, langsaaam, da mach ma gaaanz langsaaam, aber hat die östereichische Mentalität wirklich abgefärbt… ?

Schubladen sagen: Alternativ.

Cover: Januskopf ? „Zwei Seelen schlagen, ach, in meiner Brust?“
Sehr schönes Booklet, Texte, alles da, fein!

Grand Delusion läßt viel Raum für Spekulation, welche der 1000 Lebenslügen wohl gemeint ist- oder eben alle zusammen, woken up from a lifelong dream. Meditativ, Mantra, Ruhig. Ein Morgen an dem man noch keinen Kaffee getrunken hat. Nicht so, dass man jetzt nie mehr aufstehen möchte, aber…( Ondt Blod von Condor Gruppe, nur mit Gesang/ oder John Barry, britischer Filmkomponist hätten hier Pate sein können).
Pipe Dream Refrain, Refrain, sehnsüchtig-getrieben. Ich wünsche mir noch etwas krachige Band dazu, aber auch eine akustik Version in einem kleinen Club wäre vorstellbar.
What a Shame, Mark Lanegan singt jetzt bei Nirvana! Lithium!! Nein, Kurt singt bei QOTSA Auto Pilot!! Ach nee, gelogen, – es ist ein kehlig- emotionaler Matt, der die 90er perfekt illusioniert! Es ist ok, ich hababheuteeinenneuenFreunderistinmeinemKopfundichwerdeauch einbisschenhorny…

Behind your mask oh oh…it´s hard to see love behind your mask. Ein Stich ins Herz. Kein weiterer Kommentar notwendig. Heartbreaking.
Hang on, thematische Fortsetzung des Vorgängers. Mutmacher.
Modern Plague: intro Intro mit Sirenengesang, kurze Gefühls-Atempause.
Dissolve, Liebeslied, je nach eigener Stimmungslage könnten da auch mal ein paar Tränchen laufen. Nichts für Emotions-Phobiker, vorsicht!
Thirst, Liebeslied, Mark Lanegan back vocals, sexiness-faktor !! Kommt mehr aus dem Lendenbereich. Erreicht die Herzgegend und schwirrt den Kopf durcheinander, von dort wieder runter, Herz, Lendengegend – glüht. Die gebündelte Energie der Beteiligten ( Matt: Gesang/Gitarre, Mark: Gesang, Alain: Bass, Jack Irons: Schlagzeug) treibt den Song voran Mhhggrrrmaaaah, it only gets worse….
Siren Song: leicht gruselig, Gänsehaut…der schleppende Sound mit leisem, hellem Engelsgesang im Hintergrund verwoben, deutlich angeleitet von Matts forderndem Bariton… give me a reason to understand…- irgendwie Johnny Cashig. One.
Strange Mirror of Black Titel-Bild-Song. Oh, so schön. Konklusion. Ende eines Prozess der sich durch das Album zieht.

Falls Mark jemals jemanden suchen sollte der ihn im Krankheitsfalle vertritt, – ein guter Bodypainter wäre schon noch nötig und vielleicht die Tiefe tragischer Lebenserfahrungen…

Jeder der nur eine der oben genannten Parallelen kennt und schätzt und es etwas ruhiger mag, wird von der Scheibe nicht enttäuscht sein! Warum hab ich von dem Typen vorher nie gehört?
Matt Boroff, einzigartig Multitalentiert! (kirsten)

Releases: 30.September 2016

Auftritte:

22. Oktober Kulturhaus Röda, Steyr, Östereich
26. November Weekenderclub, Innsbruck, Östereich

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