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Uli Jon Roth – Tokyo Tapes Revisited Konzertbericht Vortex 25.11.2016

1087-plakat(KiS) Ein Abend der ganz anderen Art. Schon früh vor Einlass hat sich eine Menschentraube vor dem kleinen Club gebildet, nicht so wie sonst, rauchend und Bier trinkend, sondern fast konsequent eine Schlange bildend. Einlass wird begehrt! Es wird also warm und proppenvoll, ich bin froh um die Handvoll die fehlen um gänzlich „ausverkauft“ zu sagen.

Support: Reds´Cool.
Gegründet 2009 noch als: OLDSCHOOL . Könnte rein optisch auch 1989 gewesen sein. Eine fünfköpfige Russen-Combo aus Санкт-Петербург also: Sankt Petersburg. Die Band begleitet Ulrich für die ganze Tour.

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Slava Spark – Gesang
Sergey Fedotov – Gitarre
Ilya „Lu“ Smirnov – Gitarre /back-vocal
Dmitry „Dee“ Pronin – Bass/ back-vocal
Andrey Kruglov – Schlagzeug
Jack Benzin – Tontechniker ( auch nett wenn man sowas mal erfährt, und der Name ist einfach zu gut um ihn unerwähnt zu lassen!)

http://www.redscool.net/band

Der Start ein wenig gehemmt, das Publikum noch nicht warmgelaufen.

Die Zeitreise wird bestätigt durch dementsprechenden Rockhörgenuss. Allein die Tatsache, dass Gitarre1(OzzyOsborne look alike) und Gitarre2 (JacksonPollock-Hemd) dem Trend der Zeit des epilierten Brusthaares folgen bringt mich wieder nach 2016. Der sympathische Sänger macht das Beste aus der doch beengten Bühnensituation. Der Schlagzeuger sitzt vor dem Schlagzeug von Uli hinter seinem eigenen Drumkit. Slava steht also der ersten Zuschauerreihe hautnah präsent. Eine markante Röhre die sich sehr gut in den Whitesnakesound der Gruppe einfügt. Gestenreich wird Liebe und Leid mit einem Augenzwinkern zu Gitarre 2 zum Besten gegeben. Der Bassist (UFO T- Shirt!) in zweiter Reihe bearbeitet den 6Saiter, ist jung mit Kajalumrandung und darf als einziger Bier trinken. Zum Mitklatschen ist das Publikum nach dem 3. 4. Song dann soweit, einige scheinen schon länger Konzertbesuchen ferngeblieben und daher etwas eingerostet, was Tanz und Bewegung betrifft, aber Applaus und Jubel zeugt schlussendlich , die Band hat gefallen!

1113-ujr-kopieNach längerer Umbauphase gegen 22:30 Uhr nun zu Uli:
Segen oder Fluch? Seit 1978 nicht mehr bei den Scorpions und trotzdem in einem Atemzug genannt und heute präsent! Bio: Über seine lange Karriere und bewegtes Leben ließe sich ein Roman schreiben, daher sei dem geneigten Leser an dieser Stelle zur Erleichterung der Recherche dieser link http://www.ulijonroth.com/word-biography
empfohlen, da steht dann alles über die Jimi Hendrix Freundin und und und. Sicherlich schon ein Wiederholungstäter: die Beschreibung von Herrn Roth als Ausnahmegitarrist. Natürlich muss ich mich dem anschließen, aber eine kleine Steigerung möchte ich trotzdem einbringen! Was spielt der Mann da nur? Den 14 Saiter! Gitarre oder nennt man seine selbst kreierten Instrumente: Gitarrrrrrren? Eine Evolution. Ulrich, Gitarren-Gott!

1101-ujr-kopie 1170-bass-kopieEine wilde Mischung an Bandmitgliedern erklimmt die Bühne. Offensichtlich wird hier nach Qualität ausgewählt! Hervorragende, zum Großteil sehr junge Musiker, aber außer David Klosinski an Gitarre2 konnte ich niemanden namentlich ermitteln, denn gegen Ende in der Vorstellungsrunde, bei der sich demokratisch jeder der Musiker kurz mit obligatorischem Solo vorstellen durfte war ich wohl abgelenkt.

Uli selbst, frisch mit bestens gebatiktem Bandana und wehendem Federschmuck am Instrument ist die Hingabe in Person. Seine Bühnenpräsenz dominiert wohldosiert. Und endlich verstehe ich auch mal die Ankündigungen zwischen den Songs, und dass ein lieber Verwandter von Ulrich wohl aus dem Sauerland stammt – verdammt familiäres Gefühl heute!

1241-ujr-kopieEindrücklich und gut eingepasst in die Rock-Sause, die instrumentalen Lehrstücke. Der schon erwähnte 14Saiter erzeugt Klänge die von überirdisch verspielt bis Motorrad-Rennen reichen. Die Hayabusa unter den Gitarrenklängen.

Von Tokyo Tapes habe ich jetzt nicht so viel wieder erkannt, identifiziert werden konnten In Trance, All night long, es gab keine Set-list, was für die Spontanität des Auftritts spricht. Der dargebotene Rock n´ Roll ist auf alle Fälle mitreißend und kein bisschen angestaubt und setzt die Segel nach Charon. Das Publikum kann sogar einige Parts mitsingen und ist deutlich bewegt, als Uli selbst am Mikrophon gesanglich zu vernehmen ist. I‚ve Got to Be Free, – wer hatte mir denn da nur erzählt Uli könnte nicht singen? Klingt aber ganz schön schön!

1218-ujr-mikroDer Leadsänger der restlichen Performance hat ein dermaßen ausgebildetes Organ, dass ich um das Leergut in meiner Tasche bange. Mit Sicherheit schafft dieser Herr auch Weingläser zerspringen zu lassen! Und auch bei den ruhigeren Parts schafft er es Emotionen zu Bewegen, Herzklopfen und Augenfeuchtigkeit hervorzurufen. Fly To The Rainbow.

1196-ujr-kopie Nach kurzem Luftschnappen an der kühlen wohltuenden Siegener Luft gab Herr Roth noch wunderbare Zugaben, Along the Watchtower, ein wenig Voodoo Child und Little Wing.

Nach der Show konnte man ganz intim noch ein althergebrachtes Autogramm und natürlich modernes Selfie mit und von Uli bekommen. Für die meisten Zuschauer mit Sicherheit einer der Höhepunkte des Jahres!

 

 

1105-ujr-kopieDa haben die Rock Freaks wirklich wieder etwas auf die Beine gestellt, der Mann tourt seit Jahrzehnten die ganze Welt, jetzt also auch Siegen! Danke schön!!(kirsten)

 

http://www.ulijonroth.com/

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