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VINYL – Die Magie der schwarzen Scheibe

Grooves, Design, Labels, Geschichte und Revival

(hwa) Es kommt Vieles unverhofft im Leben. Da macht auch das Revival der Vinylschallplatte keine Ausnahme. Die ist plötzlich wieder in. Und wie!
Wie Phönix aus der Asche hat sie uns eine lange Nase gezeigt – und
erstrahlt in neuem Glanz. Eine Wiedergeburt der besonderen Art …

Dem trägt Mike Evans in seinem VINYL-Buch Rechnung.

Von der Entwicklung der Schallplatte, bahnbrechenden Künstlern und Labels, Kult-Covers, Botschaften innerhalb der LP-Auslaufrille, Picture Dics, Limited Editions bis hin zu Plattenspielern, Kompaktanlagen und Musicboxen sowie Spinning, Scratching und Sampling ist das Wesentliche enthalten. (Fünf Scans habe ich aus dem Buch stellvertretend ausgewählt)

Irgendwann guckten viele DJs eine Zeit lang dumm aus der Wäsche.
Sie wollten weiterhin scratchen auf Teufel-komm-Raus. Gerieten aber aufgrund fehlender neuer Vinylmasse in die Bedrouille.

Drehen, Stoppen, Drehen, Stoppen und Rückwärtsdrehen wurde plötzlich infrage gestellt. Das Haptische des Vinyls geriet ins Hintertreffen. Digitale Bits & Bytes sprangen zwar in die Bresche, konnten aber kein gefühlsechter Ersatz sein.
Heute gibt es „Scratching-Computer“, die den DJs ’ne Menge Arbeit abnehmen.

Das geht Millionen überzeugter Vinylfans – Gott sei Dank! – trotzdem am Arsch vorbei. Die wollen nämlich „nur“ den warmen Vinylsound und das augenfreundliche Riesencover genießen sowie den Tonarm zärtlich abgesenkt wissen. Und mit was? – Mit Recht!

Weil sie drauf schwören – und ich nehme mich da nicht aus – , dass das „gute alte“ Vinyl, was Wärme, Transparenz und Tiefenresonanz der ursprünglichen Aufnahme betrifft, der Compactdisc meilenweit überlegen ist.

Der erste Rufer in der Wüste, der anfangs als Ketzer und Netzbeschmutzer gebrandmarkt wurde, war Neil Young. (Heute klatschen ihm sehr viele zu!)

Es kam sozusagen weltweit ein „Vinyl-Schneeball“ ins Rollen.

Tatsächlich: Die Industrie dachte um und war fortan gezwungen, der steigenden Vinylnachfrage zunächst stotternd zu entsprechen.

In Solidarität mit Millionen überzeugter Vinylfans, einschließlich NEIL YOUNG oder JACK WHITE oder, oder oder, wurde letztendlich ein renovierter neuer Vinyl-Schuh draus.
Für 2017 werden circa 15 Millionen Vinyl-Nachfragen prognostiziert.

Liest man das Buch konsequent zu Ende, streichelt Mike Evans nicht nur sich selbst, sondern auch Millionen Liebhabern der schwarzen Scheibe liebevoll den Bauch.

Selbstreferenziell und mit vollem Recht. Ein alter Vinylhase bleibt selbstredend ein alter Vinylhase. Es lebe die Wiedergeburt!

(Heinz W. Arndt)

Mike Evans – VINYL

 Edition Olms, 02/2017 (2. Auflage)
Gebunden, 256 Seiten mit 600 meist farbigen Fotos.
 Sprache: Deutsch
 ISBN-13: 9783283012373
 Gewicht: 1440 g
 Maße: 26 x 26 cm
 Stärke: 2,5 cm

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