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Stone Temple Pilots – Stone Temple Pilots

(KiS)Ach da rauscht doch ein klein wenig Wehmut durch mich als ich im Rahmen dieser Neubesprechung mal wieder das alte Plush anhöre…noch Interstate Love Song hinterhergejagt … jaaa die 90er …wie die Zeit verfliegt.

Was wurde sicher nicht schon alles geschrieben über eine der bestverkaufenden Bands der 1990er Jahre, die mit  Platinauszeichnungen und einem Grammy bedacht wurden ? Warum jetzt wieder ein Selftiteled wie das sechste Studioalbum aus dem Jahr 2010 herausbringen? Dieses Werk ist schon am 16. März veröffentlicht worden, Vinyl erscheint am 25. Mai. O-Ton Dean De Leo: „Wir sind gespannt und freuen uns auf das, was vor uns liegt. Für uns ist der beste Weg, unserer Vergangenheit gerecht zu werden, indem wir darauf aufbauen und weiterhin neue Musik schreiben.“

Und mit den 12 Songs auf der Scheibe haben sich Dean DeLeo (G), Robert DeLeo (B), Eric Kretz (D) und Jeff Gutt (V) auch eine Menge Arbeit gemacht, ihren Fans zu zeigen, dass sie an die alten Zeiten nahtlos anknüpfen können. Bleiben wir bei der Frage ob sich die „neuen“ Stone Temple Pilots von ihren frühen Alben Core (1992), Purple (1994) und No.4 (1999) unterscheiden? Natürlich. Die Sänger zu vergleichen wäre müßig, Äpfel oder Birnen, es ist Geschmackssache. Mir waren die Äpfel lieber. Und trotz den nur neun Jahren Altersunterschied zwischen beiden, scheint Jeff Gutt doch schon einer neuen Generation X anzugehören…ich möchte jetzt nicht andere Autoren zitieren…aber als Stichworte nenne ich da mal: Cover-Band, X-Faktor, Scott-Weiland-Double etc.
Zurück zur Platte: eine gemischte Platte sozusagen, beginnend mit mitreißendem Middle Of Nowhere, in dem die Misantrophie im gute Laune-Rhythmus verpackt wird. Eingängig, wie der nachfolgende Track, der zwar etwas mehr bluesiger daher brandet, aber mit gewohnt-bekannten Riffs das Feuer nicht so ganz zündet. Song 3 und 4 lassen die 90er warm werden, während ich staubwedelnd durch die Wohnung flitze erinnere ich mich teils an Incubus, teils an Audioslave. Bei Six Eight gefällt mir der stonige Einstieg, den Song kann man dank mp3 mehrmals hintereinnanderweghören. Dann zwei schmusige Balladen, die Templer haben an alles gedacht beim produzieren und zusammenstellen des Albums. Bei Nr. 7 wird noch dem Rock’n’Roll gedacht, da kracht das Schlagzeug doch wieder etwas härter. Zum ausruhen für eventuell ältere Herrschaften unter den Zuhörern, spielen die Herren noch mal zwei ruhigere Stücke. Im Finish dann mit Good Shoes und Reds&Blues den Titeln entsprechend mit größerem Blues-Einschlag. Wer nicht festklebt in der Vergangenheit wird vielleicht auch den neuen (steinigen?)Weg mit den Piloten fliegen. Neue Fans, die die 90er als Revival schon feiern können sich auf  http://www.stonetemplepilots.com exklusive Bundles bestellen, darunter Vinyl, T-Shirts, eine Limited Edition und von der Band handsignierte Lithographien.
Stone Temple Pilots erscheint am 25. Mai auf Vinyl! (kirsten)

Die Trackliste:

1. Middle Of Nowhere
2. Guilty
3. Meadow
4. Just A Little Lie
5. Six Eight
6. Thought She’d Be Mine
7. Roll Me Under
8. Never Enough
9. The Art Of Letting Go
10. Finest Hour
11. Good Shoes
12. Reds & Blues

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