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Farflung – This Capsule

(cj) Seit über zwanzig Jahren versprühen die kalifornischen Underground Space-Rocker Farflung ihre kosmischen Sounds in der Galaxie. Frisch aufgetankt mit ihrem neuen Album „This Capsule“ sind sie zurück in der Erdumlaufbahn, packen den Hörer und nehmen ihn in ihrer Sound-Kapsel mit auf einen ausschweifenden Trip fern ab von Konventionen. Hat man erst einmal Zugang zu diesem vielschichtigen komplexen Werk gefunden, wird man in die metallene Hülle eingeschlossen.
Der Opener „Anymore Because“ hämmert sich mit seinem hypnotischen Gesang und Riffs schnell in den Kopf ein und lässt einen erst wieder zur Ruhe kommen, wenn das Tempo gedrosselt wird. Dann kann man den Sternenstaub förmlich vorbeirauschen hören. Denn so weit haben einen die ersten Minuten des Tracks schon von der Erde wegkatapultiert. Durch beachtliche Rhythmus und-Tempowechsel lassen Farflung den Hörer alleine in bedrohlichen Weiten abdriften bevor sie ihn wieder sacht auffangen und an der Hand auf einer rosa Wolke träumend ruhen lassen. Dafür räumen Farflung über dreizehn Minuten zum Warmwerden ein.

„Flesh for a Moonless Star“ ist anfangs grooviger und leichter mit repetitiven Vocals in Endlosschleife. Wird dann aber mit einem theatralisch- orchestralen Arrangement aufgebrochen und löst sich schließlich quasi in sich selbst auf.

Auf „Red Today“ prügeln die Drums rau und heavy ihren Weg durch größere kosmische Gesteinsbrocken. Hämmernde Rhythmen und gehetzte Vocals nehmen den Hörer mit auf eine galaktische Verfolgungsjagd mit hoher Geschwindigkeit. Irritierend und verstörend.

Diese Stimmung nimmt das über zwanzig-minütige „Prostitute to Spacecraft“ zunächst auf. Experimentiert dann aber überraschend mit deutlich helleren Klängen. Verschwörerischer hypnotischer Gesang und flirrende Synthesizer führen durch diesen Mammut-Song. Begleitetes Space-Tripping für alle, die sich darauf einlassen und genügend Zeit mitbringen. Langweilig wird der Song zu keiner Zeit, da er sich immer wieder neu erfindet.

Mit dem Closer „When Dull Wolves Dream“ öffnet sich die Sound-Kapsel mit ruhigeren und harmonischeren Klängen langsam wieder und entlässt den Hörer in die Realität. Wie der Titel erahnen lässt, ein verträumter Track zum Aufwachen nach einer langen intensiven Reise.

Das Album steigert die Vorfreude und Neugier auf die im Oktober startende Europa-Tour…..(caro)

Trailer

Filed under: Album Reviews, Psychedelic, Rock, Space,

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Clostridium Labelnight Vol.1 in der Pauluskirche Dortmund am 13.04.19

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