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Brant Bjork – Mankind Woman

(cj) Mit einer funky Revolution kündigt Bjork (Ex- Kyuss/ -Fu Manchu) auf dem Opener „Chocolatize“ schon an, dass sein neues, mittlerweile dreizehntes Solo-Album „Mankind Woman“ nicht eine reine Desert Rock Session ist, sondern ein Verschmelzen zahlreicher Genres und Einflüsse. Mit jeder Sekunde taucht man geschmeidig immer tiefer in Bjorks brodelnden zuckersüßen heavy Groove-Brunnen ein. Ein auditives Schoko-Bad, nach dem innerhalb von 2:35 Minuten definitiv jede Körperfaser auf Desert-Temperatur ist

Unumstritten versprüht das Album wie sein Vorgänger „Tao of the Devil“ den 60s und 70s Spirit. Der Track „Charlie Gin“ enthält mit einem swingenden 60s Beat und Blues Riffs alle notwendigen Zutaten und verrät eine essenzielle Inspirationsquelle vieler seiner bluesgetränkten Songs: Classic Gin Martini, der ihm nach eigenen Angaben auch half das Herz des Tracks „Swagger and Swing“ mit stärker psychedelischen Einflüssen in seiner Seele zu finden.

Gleichzeitig gelingt es Bjork auf „Mankind Woman“ aber einen innovativeren und moderneren Sound zu kreieren, der nicht einfach eine Zeitreise in vergangene Dekaden ist, sondern im Hier und Jetzt die Grenzen des Bjorkschen Desert Rock ohne Angst vor Ausflügen in Blues, Funk, Jazz und Soul auslotet.

Dafür, dass seine Desert Rock Wurzeln nicht verleugnet werden sorgt ganz offensichtlich auch die enge Kollaboration mit Freund und Gitarrist Bubba Dupree als Produzent und Co-Songwriter (Void, Hater) aus seiner Low Desert Punk Band. Neben Bubba gibt es weitere alte Bekannte mit Gastauftritten zu hören: Armand Secco Sabal (Bass), Nick Oliveri als Ex-Kyuss/ -Queens of the Stone Age und Mondo Generator-Mitglied (Backing Vocals) und Sean Wheeler (Vocals) als Tourmitglied der Low Desert Punk Band. Den restlichen Sand haben dann noch die Studio-Aufnahmen in der kalifornischen Wüstenstadt 29 Palms und Bjorks Heimat Venice Beach auf die Platte gefegt.

So gewohnt lässig und entspannt der Sound auch überwiegend rüberkommt, so tief gehen die Lyrics an vielen Stellen. Bjork übt deutlich Kritik an der amerikanischen Gesellschaft: So schreit er auf dem Closer „Nation of Indica“ nach Vergebung für Krieg, Verschwendung und fehlendes gesellschaftliches Verständnis. Auch Persönliches wie den täglichen Kampf um Liebe und Frieden thematisiert Bjork kritisch…..(caro)

TRACKLIST:

  1. Chocolatize
  2. Lazy Wizards
  3. Charlie Gin
  4. Mankind Woman
  5. Pisces
  6. Swagger & Sway
  7. Somebody
  8. Pretty Hairy
  9. Brand New Old Times
  10. 1968
  11. Nation Of Indica

TOUR:

02.11.18 NO Drammen |Union Scene

03.11.18 SW Stockholm | Debaser Strand

04.11.18 SW Göteborg | Sticky Fingers

05.11.18 SW Malmö | Kulturbolaget

06.11.18 DE Hamburg | Fabrik

07.11.18 NL Amsterdam | Melkweg

08.11.18 BE Leuven | Het Depot

09.11.18 UK London | Garage

10.11.18 FR Paris | Petit Bain

11.11.18 NL Tilburg | O13

12.11.18 DE Wiesbaden | Schlachthof

13.11.18 CH Zürich | Rote Fabrik

14.11.18 CH Martigny | Caves Du Manoir

15.11.18 IT Turin | Spazio 211

16.11.18 AT Innsbruck | Hafen (Heavy Psych Sounds Festival)

17.11.18 DE Munich | Feierwerk

18.11.18 AT Vienna | Arena

19.11.18 DE Dresden | Beatpol

20.11.18 DE Berlin | Festsaal Kreuzberg

 

Filed under: 60s, 70s, Album Reviews, Blues, Heavy, Psychedelic, Rock, Stoner,

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Wild Dogs Festival in der Kulturfabrik Löseke in Hildesheim am 29.09.18

Euroblast Progessiv Music Festival in Cologne 05.10 – 07.10.18

Desertfest Antwerpen vom 12.10. – 14.10.18

Keep It Low in München am 19. + 20.10.18

Samstag, 03.11.2018 / RED LIGHT FESTIVAL in Falkensee

Popa Chubby + Eric Gales im Metropool/hengelo/NL am 08.11.18

Leif de Leeuw Band im Culturpodium Vanslag in Borger/NL am 09.11.18

Walter Trout – Music Hall Worpswede am 21.11.18

Dome Of Rock Festival 2018 22. – 24.11.18 Salzburg/Rockhouse

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