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The Clouds Will Clear – Recollection of What Never Was

(as) Nein, „The Clouds Will Clear“ machen im breiten Spektrum des instrumentalen (Post) Rock rein gar nichts anders als die meisten Bands der Szene, doch just daraus schlägt die Band auf ihrem Debütalbum, dem vor vier Jahren eine selbst betitelte EP vorausging, verblüffend viel Kapital.

Bei der Produktion von „Recollection of What Never Was“ hat die Gruppe sprichwörtlich geklotzt statt gekleckert: Das auch auf audiophil gemastertem Vinyl (gelb-schwarz oder weiß mit Download-Code) erhältliche Scheibe klingt sagenhaft gut, doch die Kompositionen als solche sind kein bloßer Schönklang ohne Substanz, sondern jede für sich genommen so prägnant, wie es Gitarrenmusik – denn darum handelt es sich bei allem Zierrat drumherum nach wie vor – ohne Gesang nur sein kann.

Bereits „In Cycles“ scheint regelrecht zu sprechen, erst zaudernd und stockend, letztlich aber flüssig im Sinne einer klaren Aussage ohne Umschweife. Mag sein, dass die Stücke in ihren ausufernden Strukturen den Zeitrahmen der traditionellen Liedform sprengen, aber hier wird wirklich kein Ton zu viel gespielt. Solche wie ‚Recollection‘ bauen eben dadurch Spannung auf, dass sie hierher und dorthin mäandern, ehe sie sich auf ein unausweichliches Finale hin zuspitzen.

In puncto Melodien liegt hingegen „Attack Warning“ weit vorne. In dieser Hinsicht kratzen „The Clouds Will Clear“ an den soweit unangefochtenen Helden der Szene – „Long Distance Calling“, die es noch ein wenig besser verstehen, düstere Wolken aufziehen zu lassen und mit Wonne zu vertreiben. Umso mehr wünscht man sich, auch dieses Quartett hier live bewundern zu dürfen, denn solche akustischen Kleinkunstwerke schreien nach Konzerten. Dort (wahrscheinlich) und im Studio (definitiv wie hiermit bewiesen) sticht die Combo so einige größere Namen aus ihrem Bereich aus.

Tonzonen/H‘Art
44:35
http://www.facebook.com/thecloudswillclearmusic

In Cycles
Recollection
Before the Tempest
Attack Warning
Deep Sea Mining

Tobias Jakob (g, keys)
Anddreas Kilb (b)
Gerold Brunner (d)
Angelo Colucci (g, keys)

Andreas Schiffmann

Filed under: Album Reviews, Postrock, Rock, , ,

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