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Brendan Lewes – 9 Songs Sung From The End

Singer/Songwriter – Folkrock aus UK und Kiel

(ro) Der aus der Nähe von Kendal im Nordwesten Englands stammende Singer/Songwriter und Gitarrist Brendan Lewes ist eine energiegeladene, unermüdliche und authentische Bühnenpersönlichkeit.
Seit fünf Jahren ist die Hafenstadt Kiel an der deutschen Ostseeküste seine neue Heimat und dies ganz sicher nicht nur wegen der berühmten Sprotten!

Denn hier hat er seine famosen Mitmusiker gefunden, die „The Gambling Ambers“, mit denen er auf seinem neuen Album, betitelt „Nine Songs Sung From The End“ präsentiert, was ihn beschäftigt und bewegt.

Schon das Cover, gestaltet von Michal Karcz, ist ein Blickfang. Eine diffuse graugoldene Abendstimmung in einer stillen, einsamen Gegend, durch die eine leere Straße führt, geradeaus, irgendwohin – ohne vielleicht jemals an einen Ort zu kommen, zu dem man sich sehnt.

„Nine Songs Sung From The End“ ist ein handwerklich hochwertiges, glaubwürdiges, nie überproduziertes oder effekthaschendes Album, das sich ins Herz gräbt.
Dabei schafft es Herr Lewes, den Hörer – durch verschiedenste Besonderheiten und Sublimationen – auf ganz unterschiedlichen Ebenen zu erreichen.
Geprägt von den Altmeistern der Folkszene, wie z.B. Bob Dylan, Tom Paxton, Ben Howard, Willy Mason, kreiert er einen ganz besonderen authentischen Sound, mischt Gitarren- und Vocal-Loops mit gefühlvollen Mundharmonika-Klängen.
Ideal dazu passend sind die herrlich lebhaft und relaxt agierenden „The Gambling Ambers“, die den ungeschniegelten, lässigen und unangestrengten Gesang des Brendan Lewes begleiten, dessen introspektive Einblicke immer auch Erkenntnisse jenseits des Blablas des Offensichtlichen sind.
Dabei trifft Herr Lewes musikalisch genau das Gefühl von Sehnsucht und Reflexion an eine Zeit, die lange her ist und der wir heute oft so viel Bedeutung zurechnen.

Insbesondere der Song Nr. fünf, betitelt „All That Matters“, hat meiner bescheidenen Meinung nach Aufmerksamkeit verdient.
Er ist einmal mehr eine wunderbar folkige Nummer, die mich an das 60-er Greenwich Village Wunderkind namens Bob Dylan erinnert, der mit seinen Protestsongs genau den Zeitgeist und das Lebensgefühl der 60-er Jahre traf.

Die heutige vielfach skeptische Stimmung, die durch fast alle Gesellschaftsschichten geht, fängt auch „All That Matters“ auf.
Wie wichtig auch heute noch diese Art von Songs sind, erklärt Brendan Lewes mit folgenden Worten:
„From the global Black Lives Matter protests, to cries for Freedom in Hong Kong to Fridays for Future, there is so much going on right now, but most of it is seemingly falling on deaf ears. But, while political inaction is so deeply ingrained, the act of personal protest becomes more of a symbol of solidarity with each other. A symbol that change is possible and the will to achieve it exists.“

Wie schön, dass Herr Lewes uns dieses bemerkenswerte Album nach erfolgreichem Crowdfunding präsentieren kann.
Lässt es uns doch für eine gewisse Zeit entspannt und nachdenklich innehalten, durchatmen und darüber nachsinnen, was uns das Jetzt trotz allen Einschränkungen und Unwägbarkeiten bringen kann.
….(..Rosie..)..

Songliste:
1.) Generation Remain
2.) Dot Com Boom
3.) Northward Bound
4.) Time Stands Still
5.) All That Matters
6.) Always The Victim
7.) Settle Down
8.) What Is Left Is To Burn
9.) One Last Cheesy Love Song

All songs written by Brendan Lewes
Recorded at FortSound Studio, Kiel
Mastered by Alex Miller
Artwork by Michal Karcz
Foto Brendan Lewes Facebook
Released through Timezone Records

https://www.brendanlewes.com/

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