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The Statesboro Revue – Ramble On Privilege Creek

statesborocover2Americana/Texas Roots aus Austin

(ro) Keine Frage, der hoch talentierte Stewart Mann und seine „The Statesboro Revue“, bestehend aus seinem jüngeren Bruder Garrett Mann ( Gitarre, Dobro, Banjo, Fiddle ), Ben Bradshaw ( Bass ) und Mike Peters ( Schlagzeug ) sind echt.
Und diese menschliche Authentizität überträgt sich auf die Songs, die Stewart Mann mit seinem sehr charakteristischen, beseelten Südstaatentimbre sowohl hitzig und inbrünstig, als auch herzzerreißend singen kann.

Sie überträgt sich auf die Songs, die mit trockener, schmeichelnder Melancholie melodisch eingängig und voller Atmosphäre eine knappe Stunde lang unterhalten und für einen lauten Nachklang in den Ohren und im Herzen sorgen.
Wie eine Energie, die unbewusst weiter vibriert, nachdem die letzten Akkorde schon längst verklungen sind und man sich wieder den alltäglichen Dingen des Lebens zugewandt hat.

Wer z.B. schon die Vorgängerplatte „Different Kind of Light“ erlauscht hat, weiß um die Qualität von „Ramble On Privilege Creek“.
Auf gewisse Weise ist dieses Album wie die schwülen Sommersonnenuntergänge, man hat sie in ähnlicher Gestalt bereits ungezählte Male erspäht und kann sich noch immer nicht daran  sattsehen.
Viele Riffs klingen vertraut, doch ganz kommt man ihnen nicht auf die Schliche.  Wozu auch?
„The Statesboro Revue“ machen also nichts vollkommen Neues, das aber machen sie verdammt gut.

statesboroFotoblueRoserecordsSchon gleich der Eröffnungs-Song „My Shade Of Black“ ist der perfekte, druckvolle Beginn. Man spürt den kommenden, noch unsichtbaren Zauber, fühlt die bereits in der Luft liegende Spannung.
Es ist wie eine stimmungsvolle Reise auf den vielen Straßen von Texas bis Tennessee nach Louisiana und zurück. Auf der Suche nach dem einen, dem perfekten Ort.
Ganz großes Kino, wie ich meine.

Bei „Huck Finn“, dem Track über die wohl bekannteste Romanfigur von Mark Twain, fühle ich mich sogleich von einer hemdsärmeligen Erdigkeit angezogen.
Diesen Song empfinde ich als wohltuend altmodisch und erfrischend, gleichwohl ohne jedwede jugendlichen Flausen. Großartig ist das überraschende Akustikarrangement inklusive Fiddle und dann das lässige Pfeifen im Abspann.

Langsam und gemächlich vermag sich der Track „Cold November“ in mein Gedächtnis zu stanzen.  Zuerst pocht er quasi als Herzschlag, schunkelt sich langsam weiter, wölbt sich auf, nur um bald darauf mit mitreißender Steelgitarre und den weit ausgebreiteten Schwingen der Hammondorgel in Richtung Country Rock zu driften.  Und dazu wird er ganz wundervoll gospelig unterstützt von den  Backingsängerinnen Sonya Moore und Sheree Smith.

Sehr stark finde ich persönlich auch „Love Run Easy“. Dieses Lied entfaltet eine hypnotische Wirkung, wozu sicherlich das wunderbar perfekte Zusammenspiel von Orgel und Pedal Steel, sowie der Stimmen von Stewart und Garrett Mann beiträgt.
Ein konsequent unaufgeregter Track, der fokussiert und kompakt ist, dazu vollkommen frei von Gesäge oder irgendwelchen Spielereien.

„Heads On The Sun“ ist dann der gelungene Abschluss dieses Albums. Hier wird noch einmal mit ordentlich Strom unterm Hintern hoch geschaltet. Die Jungs der „The Statesboro Revue“ zeigen, dass ihnen keinesfalls kurz vorm Ziel die Puste ausgeht, sondern dass sie da noch einmal richtig anziehen können.
Aber das hatte ohnehin niemand bezweifelt. ….(..Rosie..)

Songliste:
1. Fade My Shade Of Black // 2. Huck Finn // 3. Cold November // 4. Till I Leave // 5. Half Mile To Lincoln // 6. Live A Little // 7. Lil‘ Mary’s Last Stand // 8. Isabella // 9. Another Day In Rome // 10. Love Run Easy // 11. Wildflower // 12. Hands On The Sun

Besetzung:
Stewart Mann – Gitarre, Gesang, Harmonika
Garrett Mann – Gitarre, Dobro, Banjo, Fiddl, Piano
Ben Bradshaw – Bass, Gitarre, Piano, Percussion
Mike Peters – Schlagzeug

Recorded at Paradox Studios Nashville
Cover Design: Billy Perkins
Foto: Blue Rose Records

Video:
Live:
http://www.youtube.com/watch?v=ovuVcRi7kKw
Akustik:
http://www.youtube.com/watch?v=zU3HCvKNxBg

www.statesbororevue.com
www.teenageheadmusic.com
www.bluerose-records.com

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