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Alise Joste – Alise Joste

alisejostecdSinger/Songwriter Pop aus Lettland

Ziemlich schüchtern und introvertiert sei sie – so sagt die junge lettische Singer/Songwriterin Alise Joste über sich selbst. Nur mittels der Musik gelänge es ihr, über ihre Person oder das, was um sie herum geschieht, zu sprechen. Vielleicht hat sie darum ihr Debüt Album fast komplett im Alleingang aufgenommen? Für die zwölf selbst geschriebenen Songs brauchte sie dazu kaum mehr als eine Gitarre und ihre helle, zarte Stimme.
Ebenso schlicht ist auch der Titel der CD, nämlich einfach „Alise Joste“.

Frau Joste bewegt sich sachten Schrittes zwischen den Genres Folk und Songwriter-Pop.
Mit einer Faszination für Zartbitteres, Aufrichtiges und bewusst Zurückgenommenes präsentiert sie hier ganz persönliche, fragile Seelenstückchen.
Die sind durchweg eher leise, mitunter spröde.
Schwebende, sanfte Melodien, die mal zärtlich und heimelig, mal sehnsüchtig und verletzlich klingen. Aber beileibe nicht gefällig-pastellig, denn immer weht eine zumeist wehmütige Melodie durch die Lieder.
Ich musste spontan an Anne Ternheim, Ane Brun oder auch an Suzanne Vega, drei von mir geschätzte Songwriterinnen, denken.
So wie diese gibt Alise Joste in ihren autobiografisch getönten Songs stellvertretend jungen Frauen von heute eine Stimme.

alisejostefotoSogleich mit dem ersten Track „Angina“ träumt man sich eine sanfte Trance.
In diesem stillen, schnörkellosen Song spaziert Alise Jostes in Gedanken verlorene Seele dahin. Und fast unwillkürlich folgt man diesen beiläufigen Abdrücken im Gras. Wohin es geht? Vielleicht in ein hoffentlich glücksträchtiges Irgendwo?
„And though I know it’s the last time we meet – There is nothing I could say to you“. Da erklingt kein Ton zuviel.

„Whenever I Am Gone“ ist ein schüchtern-tastendes Idyll der Kontemplation, bei dem man ganz automatisch die Gedanken kreisen lässt. Dabei seinen inneren Rätseln oder dem Rattern der Gehirnzellen lauscht.

Eine Überraschung ist dann der Schlußtrack, betitelt „Punkts“, der auf Lettisch gesungen wird („Punkts“ heißt auf deutsch „Punkt“, so habe ich mir sagen lassen).
Aber auch ohne Kenntnis der Landessprache erschließt sich hier, dass Alise Joste mit offenen Augen durch die Wirren des Alltag spaziert und sich dabei ihre eigenen Gedanken spinnt.

Insgesamt ist das ein unaufgeregtes und doch intimes Folkpop-Album, das Alise Joste positiv von vielen Solokünstlerinnen abhebt.
Dazu gibt es ein hübsches, farbenfrohes Digipack, welches mit buntem Wasserfarbenverlauf und weißen Wölkchen am violetten Himmel aufwartet.
Leider sind keine Songtexte enthalten. Und auch keine Fotos und keine Infos. Schade. (…Rosie..)

Songliste:
01 – Angina // 02 -Sailor’s Daughter // 03 – Ill-Omened // 04 – Whenever I Am Gone // 05 – Paris // 06 – Here It Is // 07 – A Thousand Questions // 08 – Street Lights // 09 – Falling // 10 – Salty & Harsh // 11 – Sigh // 12 – Punkts

Label: I love You Records
Alise Joste website http://alisejoste.lv/

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April 2014
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