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Cosmic Fall – First Fall

cosmicfall(vo) Heavy, sehr heavy beginnt das Album des im Sommer diesen Jahres in Berlin gegründeten Trios und die Jungs lassen gleich mal für knapp 15 Minuten, mit einem leicht entspannten Break, die Schwarte krachen. „Sun Of A Gun“ heißt der Kracher, für Gitarrenliebhaber ein Festmahl. Die für den Groove zuständigen Jungs Daniel und Klaus lassen sich aber auch nicht im entferntesten lumpen und unterfüttern die Saitenattacken von Mathias, der mitunter auch effektheischend zur Sache geht: fuzzy, Wahwah, immer wohldosiert, und keineswegs überladen oder langweilend. Es gibt da ja in der heftigen Musikwelt schreckliche Beispiele. Nicht so bei Cosmic Fall, die einfach ihr Ding drehen und bei diesem Song die Schöpfkelle bis zum Boden eintauchen, kernig, kernig.

„Road To Ufa“ beginnt mit düsterer Gitarreatmosphäre, garniert mit Rattlesnake und Crow, ein Zweirad hobelt die Idylle ab, Mathias schultert die Slidegitarre, ein Riff aus Bartgerechtem Southernrock erschallt und die Band bikerockt uns durch eine Großstadtwüste.
Da auf diesem Album (ja Album, 47 Minuten verteilt auf vier prächtige Songs) und bei der Band die ABWECHSLUNG GROSS GESCHRIEBEN wird kommt beim dritten Song erstmals auch das Gesangsmikro mit Mathias` Stimme zu Gehör. „I Must Obey“ fliegt zu Anfang mit uns im Raumanzug schwerelos und völlig entspannt durch ein Spaceshuttle, bevor nach dieser knapp vierminütigen Einführung wieder das Heavyzepter geschwungen wird, die Saiten glühen und Mathias Stimme gehorcht dem Song, der zum Schluß hin auch Matt Burns, dem Weltmeister des Luftgitarrenspiels 2016, einiges abverlangen würde, faster and faster and faster.
„Jam I“, die letzte Attacke, hat bei einer Länge von 16 Minuten 30 keine Längen, im Gegenteil, Mathias weiß um die Kunst, den Gitarrenfetischisten und den „normalen“ Gitarrenfreund nicht zu langweilen, trotz etlicher Meter pro Minute auf dem Griffbrett, Daniel und Klaus wieder prächtig auf gleicher Höhe.
Wenn die Band in Zukunft weiter so großartig austeilt dann werden sie, meiner bescheidenen Meinung nach, vielleicht die deutschen Earthless, keine Utopie, sondern Hoffen!

Die Songs gibt es seit dem 17.08. bei Bandcamp digital, CD und als Casette, im Januar 2017 gibt es das Vinyl bei Clostridium Records, da wird die Anlage meines Vertrauens aber sowas von glühen…..(volker)

Line-up:
Daniel Sax – Drums
Mathias Thien – Guitar/Vocals
Klaus Friedrich – Bass

Tracklist:
01 – Sun Of A Gun (15:21)
02 – Road To Ufa (4:28)
03 – I Must Obey (9:59)
04 – Jam I (16:30)

Cosmic Fall Bandcamp

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November 2016
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