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T-Bear & The Dukes – Time Is A Healer

(hwa) Wieder mal Post von einer famosen Band aus dem “Hohen Norden”. T-Bear & The Dukes sind in Schweden kurz vor der Grenze zu Norwegen beheimatet und haben im Hinblick auf Blues und Rock alles drauf. Sie spielen im wahrsten Sinne „Durchlauferhitzer“, kennen den R&B aus dem Effeff und agieren als Band im Zusammenspiel absolut homogen. Ihr vierter Longplayer ist überragend…

Die CD beginnt und endet mit einem Instrumental. Track No. 1 ist Quentin Tarantino gewidmet bzw. dessen Soundtrack zu Pulp Fiction. Passt wunderbar. Track 11 „Barfly“ dem Grunde nach auch – Santana-Anteile relativieren es ein wenig.

Und dazwischen? Exzellenter Blues und Rock. Mit einer Grandezza, die mir mehr als einmal Gänsehaut verschafft.

Track 2 ist souldurchfüttert und R&B getränkt. Und Solbergs Stimme hat hier einiges mit der von David Clayton-Thomas von Blood, Sweat & Tears gemein.

Track No. 3 ist der Titeltrack – und der wartet mit einem ganz speziellen Coup auf. Die Band kapert nämlich DAS entscheidende Riff, DIE Sequenz aus „Shine On You Crazy Diamond“ und verändert sie nur minimal. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Bei Pink Floyd erstmals bei 3:55 Minuten zu hören. Es wurde ein Markenzeichen von Pink Floyd. Jetzt ist es auch ein Markenzeichen von „Time Is A Healer“ – und zwar beim Titeltrack direkt von Anfang an. Nicht schlecht, Herr Specht!

Track 4 „The Time Has Come“ ist eine Liebeserklärung an Robert Cray und ein wenig auch an David Knopfler, insbesondere, was Phrasierung und Gitarrensoli anbetreffen.

Track 5 ist ein betörender Shuffle.
Die Tracks 6, 7 und 9 = „Lifeline“, „End Of Confusion“ und „Magic Spells“ lösen bei mir wieder unweigerlich Robert-Cray-Assoziationen aus.

Also dem Grunde nach eine Verbeugung vor Robert Cray? Durchaus!
Obwohl es – das räume ich gerne ein – „T-Bear“ Solberg und Band im Zweifel nicht bewusst sein mag. Die beiden Bands haben dennoch eine bemerkenswerte Seelenverwandschaft, die sie schnurtracks zu Brüdern im Geiste macht. Herausgekommen sind Slow- und Midtemposongs voller Melancholie, Respekt und Herzenswärme.

„End Of Confusion“, „Time Is A Healer“ und „Tears On The Run“ sind für mich die Highlights dieses Albums.
Obwohl: Alle übrigen Tracks bleiben mehr oder weniger ebenfalls im Ohr haften. So ähnlich wie bei Thorbjørn Risager & The Black Tornado. Die Songs zünden vielleicht ein wenig verzögert, packen dich aber danach umso mehr am Schlafittchen.

Der Waschzettel vermeldete nichts über das VÖ-Datum von „Time Is A Healer“. Zudem hielt die Bandwebsite auch keinen Download des aktuellen Covers bereit. Daran bitte zukünftig unbedingt denken.

(Heinz W. ARNDT)

T-Bear & The Dukes „Time Is A Healer“
Dezember 2017
Distribution: Bear Family, DWM, CD Baby and via http://www.tbear.se

Lineup:
Torbjörn „T-Bear“ Solberg – Vocals, guitar
Emil Solberg Wachenfeldt – Hammond B3, electric piano & Hohner clavinet
Fredrik Kaudern – Bass
Henrik Berg – Drums and percussion

Tracklist:
1 Taranto
2 Cosmic Ride
3 Time Is A Healer
4 The Time Has Come
5 Spirit And Soul
6 Lifeline
7 End Of Confusion
8 Shiwer And Shake
9 Magic Spells
10 Tears On The Run
11 Spanish Barfly

http://www.tbear.se

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