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Skraeckoedlan – Eorþe

Skraeckoedlan---Earth-(Vinyl)---(Vinyl)

(hjs) Dem beigefügten Promo-Informationstext kann man entnehmen dass nun wirklich noch nicht alle coolen Bandnamen besetzt sind und das der Titel dieser Platte übersetzt „Erde“ heisst. Das Album entstand in Zusammenarbeit mit dem Sci-Fi Author Nils Håkansson. Es erzählt in acht Stücken, oder Songs, eine in den 1920ern angesiedelte Geschichte in Lovecraft Dimensionen. Das Ganze wird in schwedischer Sprache gesungen. Schauen wir uns das gute Stück mal an. Als erstes möchte ich auf die Aufmachung eingehen:
Das Cover ist aus stabiler Pappe und außen nicht beschichtet oder laminiert. Die Haptik ist nicht unwertig aber leider eher grob. Die Materialauswahl bis zum Innencover durch und man hat schon Angst die Platte aus der Hülle zu nehmen ohne ihr Kratzer zuzufügen. Hier musste als erstes eine neue Innenhülle her. Auf einen Downloadcode und Textblatt wurde ebenso verzichtet wie auf Informationen zur Band. Die Pressqualität ist eigentlich ganz ok, es gibt keinen störenden, scharfen Pressrand und das Loch ist zu nicht klein oder dezentriert.  Hören wir mal rein:

Das erst Stück „Guldåldern“ startet ruhig und nimmt dann Fahrt auf. Es ist ein unaufgeregtes Stück das sich aber schon im Ohr einnistet. Sehr ruhige Gitarrenarbeit, nichts ist überfrachtet. Ein guter Opener. „Kung Mammut“, die Vorauskopplung, geht da schon energischer zur Sache. Nach einem kurzen Drumintro führen uns schöne Gitarrenmelodien in das Stück. Dann dominiert der Gesang, sehr gezielt von den Drums unterstützt. Eine kurze Sprechpassage leitet einen träumerischen Part ein. Zum Schluss hin wird es etwas flotter ohne hektisch zu wirken. „Creature Of Doggerland“, das einzige englischsprachig betitelte Stück, lockt einen mit einem Gitarrenriff in den Song, welches sich dann als Konstrukt eines der härteren Stücke auf der Scheibe herausstellt. Hier wird live der Kopf geschüttelt. In diesem Stück wechseln sich harte und weiche Passagen ab. Interessantes Songwriting bis hierhin. Wer sich auch immer hinter „Angelica“ verbergen mag, der Drummer scheint begeistert und steuert ein furioses Intro bei. Mehrstimmige Gesangspassagen und treibende Gitarrenarbeit runden dieses Stück ab.

„Mammutkungens Barn“ eröffnet die zweite Seite. Der Song präsentiert sich sehr eingängig, mit fuzzigem Mittelteil und zum Ende hin etwas experimentell. Ein schönes akustisches Intro gönnt sich „Elfenbenssalarna“ am Anfang bevor es elektrifiziert weitergeht. Fast schon doomig tragend baut sich das Stück auf. Der Gesang, etwas klagend, passt auch hier wieder sehr gut. „Tentakler Och Betar“ lädt nochmal zum Fusswippen ein. Sehr interessantes aber auch kurzes Stück. Mit „Angra Mainyu“ entlässt uns die Band aus dem Klangerlebnis, etwas nachdenklich aber auch neugierig. Das Instrumentalstück macht Lust auf einen erneuten Durchgang.

Zusammenfassend kann man sagen dass die Scheibe mehrere Durchläufe braucht. Dann entdeckt man aber mehr und mehr das Potential das in diesem Trio schlummert. Späteren Live Konzerten wäre ich nicht abgeneigt…… (hans-juergen)

Das Album gibt es auf CD und Vinyl, sogar in einer liebevoll gestalteten Sonderedition.

Anspieltipps: „Kung Mammut“, „Angelica“, „Mammutkungens Barn“, „Angra Mainyu“

Seite 1
Guldåldern
Kung Mammut
Creature Of Doggerland
Angelica

Seite 2
Mammutkungens Barn
Elfenbenssalarna
Tentakler Och Betar
Angra Mainyu

Spielzeit: k.A.
Medium: LP, schwarzes Vinyl
Label: Fuzzorama / Soulfood
VÖ: 15.02.2019
Stil: Fuzzience-fiction Rock

Besetzung:
Robert Lamu – Gitarre, Gesang
Henrik Grüttner – Gitarre, Gesang
Martin Larsson – Schlagzeug, Gesang

Links:

Homepage der Band

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