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Desertfest Berlin, Sonntag 5.5.2019

53816973_2092378867511548_3600075496274001920_n(KiS) Geht es euch auch so? Man ist schon sonntäglich erschöpft, aber total im Festival-Modus? Schlauerweise beginnt der Tag um 15 Uhr mit einer kleinen Zucker-Bombe, Swedish Death Candy aus: London, Seoul, Bari. Die vier Senkrechtstarter auf dem Psych-und Acid Parkett rocken also schon die Halle zu einem Viertel voll. Immer im Mittelpunkt, Motor und extatisch am Bass : Jiwoon Whang. Mehr dazu: Fotogalerie.

Ich weiß nicht ob es politisch korrekt ist, es zu erwähnen, aber Sonntag ist Frauentag. Mit Stonefield stehen um 16 Uhr vier Schwestern aus Australien auf der Bühne. Sensationell! Zu bewundern am 22.5. im MTC und auf jeden Fall auf die Merk-Liste: am 14. Juni kommt die neue Scheibe ‚Bent‘ auf den Markt.

Knapp 2 Stunden später rockt die Frontfrau Laura Dolan von Electric Citizen die Mainstage, ein echter Kracher, überzeugt euch selbst: Fotogalerie

Fast gleichzeitig spielen die ebenfalls sensationellen Blackwater Holylight draussen vor der wolkigen Berlin-Skyline. Die 5 Damen aus Portland scheinen der Geheimtipp (zu Recht, zu Recht) des Tages zu sein, denn alles was Rang und Namen hat, ließ sich den schmissigen Fuzz-Doom nicht entgehen. Fotogalerie

Macht zusammen: zehn weibliche Musikerinnen an nur einem Tag. Desertfest-Rekord!Mit Black Tusk geht es dann wieder total verschwitzt männlich zur Sache. Har, Har, Haar! “ Dirty Punk, Thrash, Sludgy Heavy Metal – das deckt ja einiges ab. Die Desertfest Mainstage bebt, dier Jungs haben verdammt viel Spaß da oben und wie ein Virus breitet sich die gute Laune aus. Also, die Schwermetall-Laune, Biertrinken, Haare schwenken, Schwitzen. Für das Sensemann-Band T-Shirt hat garantiert der Sänger von R.I.P Model gestanden.

Planänderung! Nicht jeder hat es mitbekommen, aber The Great Machine spielen früher am Tag als geplant. Also schnell Hoppetosse entern, die schmalen Stiegen hochkraxseln und die crazy Israelis – (sagt man das so?) bei ihrer extrem lauten Darbietung vor die Linse zu kriegen. Die Jungs geben alles, sie spielen als ob es kein Morgen gäbe, sie Trinken, sie Lieben, sie hängen sich echt weit über die Reling! Man kann dazu nur ausflippen, unten wie oben. Berlin, du alte Heulsuse! Zu laut? Die große Maschine ist zu laut für Berlin, die Gebrüder Haviv nebst Drummer Michael Izaky müssen bis zum nächsten Gig nach 20 Minuten Zwangspausieren. The Best Bands are made out of Trouble, mhm? Fotogalerie

Mit einem kleinen Schuss mehr Doom und einer Prise mehr Old School geht es dann weiter mit The Skull. Die sympathischen Herren sind in Flirtlaune. Die Fans Psychedelischer Klänge können sich eine Pause gönnen, durch die Einkaufsmeile schlender, die Einnahmen der Food-Trucks erhöhen, oder einfach die Seele baumeln lassen. Für die härteren Ohren ist drinnen wie draußen mehr zu tun. Vom Biergarten aus kann man sich von Worshipper, abwechslungsweise mal wieder aus USA beschallen lassen. Über 15 Bands aus dem fernen Triump-Land, entweder es gab Mengenrabatt, oder die Jungs nutzen ihre Chancen jetzt „rüberzumachen“.

Fotogalerie The Skull- Worshipper

Es wird Nacht, Senioritas, – Long Distance Calling. 20:30 wird das Licht gedimmt, aus dem fernen Münster angereist, vier Postrocker. Postmetaller. Post bedeutet auf jeden Fall: jung, aber ich möchte auch deutlich erwähnen: Instrumental. (wieder) Mental. (immer noch).

Woven Hand. Oder Wovenhand, da scheiden sich die Geister, aber ein Priester am Sonntag, das ist ein Muß! David Eugene Edwards versucht weiterhin die Fans von 16 Horsepower glücklich, nachdenklich und in seiner Kirchengemeinde zu halten. Das scheint mal mehr mal weniger zu gelingen, auch Soundtechnisch ist der strenge Vater not amused. Da schon im Desertfest-Booklet ein falscher Text zur Band abgedruckt wurde, hattte hier wohl der Fehlerteufel seine Hand im Spiel…

Bei OM ist die Crew dann tatsächlich komplett an den Lichtschalter gekommen, mit ordentlich Sleep-Nebel bringt OM nach 23:30  als Headliner seine Werke zu Gehör. Macht nix, ehr Musik zum Augenschließen und Gefühle fühlen.  Für mich Zeit die Heimfahrt anzutreten, leg ich mir die Scheibe lieber in den CD Player.

Ich habe jetzt schon Angst vor 2020! Was, wenn die Tickets auf den Markt kommen und ratz-fatz weg sein werden? Bleibt mir wahrscheinlich keine Zeit zum Werbung machen! Was wird man denn NOCH verbessern können, wenn dieses Jahr schon perfekt war? Mehr Licht im Restaurant, damit man sieht, was man ißt? Besseres Wetter? Werden Sound of Liberation es schaffen, Petrus zu bestechen, werden sie ihre Teller ein Jahr lang brav leer essen? . . . dieses Desertfest Berlin 2019 zu toppen, wird richtig, richtig schwer!

Ich persönlich stell jetzt schon ein Kerzchen auf, damit ich nächstes Jahr wieder dabei sein darf! (Kirsten)

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