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Noorvik + Glasgow Coma Scale in der Halle am Rhein/Köln am 12.10.19

(vo) Noorvik, in der Hauptsache Postrocker, mit geschickt eingefügten instrumentalen Anleihen einiger anderer Genres, luden zum Auftakt ihrer „Omission Tour 2019“, gewidmet ihrer neuen Platte, die die Tage bei Tonzonen Records (hier gehts zur Rezi) erschien, in die Halle am Rhein ihrer Heimatstadt Köln. Organisiert von Mike Wilbertz. Als Support luden sie sich zu ihrer und unserer Freude die Frankfurter Postrocker Glasgow Coma Scale dazu, die sich für mich auch immer mehr, wie Noorvik, zu einem Hochkaräter des Genres in Europa entwickeln…..

Noorvik kommen etwas sperriger und eckiger in ihrer Vortragsweise daher, GCS sind mehr fließender und schwebender Musiknatur, so meine ganz eigene, subjektive Wahrnehmung. Beiden ist aber genehm auch mal ganz schön heftig die Schwarte krachen zu lassen. Jedenfalls gab es in der ersten Reihe vor der Bühne bei beiden Bands Nahtoderfahrungen der Nackenmuskulatur einiger Konzertteilnehmer, Physiotherapietermine sind da ganz sicher sicher.

Beiden Formationen ist gemein: singe wem Gesang gegeben, sie kommen beide ohne diesen aus.

Da in der Halle wegen der Anwohner so gegen 22 Uhr die Röhrenamps und Effektgeräte abgeschaltet werden müssen, gingen GCS so ab 19:45 Uhr in die Vollen, um uns knapp eine Stunde zu erfreuen und zu begeistern und das in einer, sehr erfreulich für alle, sehr gut gefüllten Halle. GCS hüllten alles in wunderbar fließende Kombinationen aus Saiten, Drums und Effekten, probierten ihre neue Nebelmaschine aus (die funktionierte bestens und passt sowieso wunderbar für diese Art Musik) und sorgten für Wohlsein unserer zentralen Nervensysteme. Und wenn sie dann als dritten Song auch noch „Southern Crosses“ spielen mach ich die Augen zu und schwebe, schwebe, schwebe, fliege, fliege, fliege. Piotr, Marek und Lala legten zum Schluß auch noch was neues aufs Parkett, Piotr meinte in einem Nachgespräch das fünf von sieben neuen Stücken so gut wie fertig seien, ik freu mir auf 2020 und ein neues Album.

Gegen 20:50 Uhr starteten Noorvik zum Auftakt ihrer Omission Tour, die sie noch in verschiedenste Ecken und Winkel der Republik führt, und spielten das neue Album komplett von vorne nach hinten durch. „Floating, Above, Hidden, Dark“, in knapp 36 Minuten begeisterten uns die Herren Hennes und Johannes – Gitarren, Dominik – Bass und Arnd hinterm Schlagzeug auch für die neue Scheibe, als Zugaben gabs noch zwei ältere Songs für die begeisterte Menge.

Bin mal gespannt ob sich die Wege beider Bands noch öfter kreuzen, denn wie an diesem Abend wieder mal bewiesen: Postrock kann so unterschiedlich ertönen, Dynamik und Kontrast erzeugen beide zuhauf…..(volker)

Ps. Sorry das ich bei Noorvik nur Arnd verewigen konnte, aber selbst mein Pixelmeister aus Fernost kann nicht hexen oder wenigstens ein bissel Frontlicht herzaubern.

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