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Vvlva im Subrosa/Dortmund am 01.11.19

(vo) Da ich mir im Vorfeld nochmal unsere Rezis von Kirsten und Andreas zu ihren beiden Scheiben „Path Of Virtue + Silhouettes“ zur Einstimmung durchlas machte ich mich gestern abend gespannt auf den 70 km Trip zur Gneisenaustrasse in Dortmund, mein vierter Besuch in der Hafenschänke Subrosa lag an: Vvlva aus Aschaffenburg, ein eindrucksvoll dich packender Fünfer mit Musik in modernem Gewand aus meiner Jugend (1960er und 70er) sollte und wollte uns aufmischen, und das taten sie auf eindrucksvolle Weise. Das zeigte auch der nachher sehr gut mit Scheinen für die Band gefüllte Hut, mit dem die Kellnerin des Subrosa ihre Arbeitsstätte abschritt, denn Eintritt heute abend war frei Hut……

Sowieso war das musikalisch und Veranstaltungsstättisch eine Reise in meine Jugend, denn beides passte wunderbar zusammen. Was treibt denn nun die Band vom oberen Rande Bayerns so mit Instrumenten und Stimme: da werden, meine sehr subjektive Meinung, Blues-, Folk-, Hard-, Kraut-, und Psychedelic Rock so gekonnt mit einer hellhörigen Stimme verwoben…..ich höre da Inspirationen aus den Fundus u.a. von Atomic Rooster, Lucifer´s Friend Frühphase, Jethro Tull und Uriah Heep. Vvlva haben aber eine sehr eindeutige Handschrift, sie kopieren nicht, sie machen ihr ganz eigenes Ding, sie sind ein musikalisch ziemliches Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

Gegen 20:45 Uhr betraten Tobias Ritter – Vocals, Philipp Muschal – Guitar, Backing Vocals, Dr. Michael Hock – Bass,, Julian Rocco Lepore – Drums, Backing Vocals und Christian Karl – Keys, Organ, Backing Vocals die gerade so passende Bühne und zogen mit uns (gut gefüllte Hütte am Allerheiligen Abend) durch ihr neues Album, das gerade erst ein paar Tage auf der Welt weilte. „Silhouettes“ besticht mit seinen sieben Kompositionen durch Vielfalt, gelenkigen Schwenkern zwischen den Genres und Power, Energie und Abflug: helle Töne, kraftvoll vorgetragen, Groove satt mit vier Saiten und permanent verdroschener Schießbude, wunderbare Gitarre und schweineorgeliastische Antreibung. Ein Paket, das jedes Festival schmückt und sich hoffentlich im nächsten Jahr vor Festivalauftritten kaum retten kann.

„Pilgrim“ geht ab, und ab, und ab……Gitarre und Tasten treiben Tobias am Mikro und die Zuhörernacken zu Höchstleistungen an, die ersten Schweißtropfen bahnen sich ihre Wege, weiter auf der Bahn: „What Do I Stand For“: Midtemporocker in leichtem Folkrockgewand. „Tales Told By A Gray Man“: würde ich auch im Folkrocksektor ansiedeln. „Gomorrha“: düsterer Text in deutsch, der auch gut in einem Mittelalterlichen Gewand daher kommen könnte und dürfte. „Night By Night“: wunderbarer Balladeneinstieg und dann geht die Post ab…..und klagend kann die Stimme von Tobias auch klingen.

„Hobos“ ist ein veritabler Bluesrocker und beendet wird dieser Teil des Konzerts mit „Dance Of The Heathens“. Applaus!

Abgeschlossen wird das sehr kurzweilige, runde Spektakel im rechteckigen Subrosa mit Songs aus dem Album „Path Of Virtue“ und auch diese Songs halten die Temperatur hoch.

Toller Abend, tolle Band, toller Laden, abgehende Gäste, was willste mehr. Das schreit nach Wiederholung…..(volker)

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