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Rory Kelly – Don’t Shake My Family Tree

Klar, drei Songs auf einer Promo-CD können natürlich immer nur ein Appetithappen sein. Und Appetit macht diese Musik zwischen New Southern Rock, Swampy‘ Rockin Blues und Dirty Rock `n` Roll allemal! Ja, ganz bestimmt werden sich Freunde dieser musikalischen Mischung mit Freude durch das komplette Album „Don’t Shake My Family Tree“ von Rory Kelly beißen. Denn dieses steht mittlerweile in den Regalen.

Nun ja, die Herrschaften von „Rory Kelly`s Triple Threat“ mit ihrem dreckigen Rock`n`Roll sind bei uns wohl nicht ganz so bekannt. Kein Wunder, denn die musikalische Erbmasse des Südstaaten-Dreiers ist eine uramerikanische Angelegenheit. Saloons, Biker, Pferde, Black Mountains, Barbecue, Kühe, Stampede und so was in der Art. Wer sich also einen Eindruck über die ungestümen Amis und ihren persönlichen Rock`n`Roll Zirkus zwischen Alternative Swamprock, Southern- und Heavy-Rock machen will, ist mit diesem von „Rusty Knuckle“ herausgegebenen Album bestens bedient.

Rory Kelly und seine beiden Mitstreiter zeigen mit dem ersten Song „Low“ auf dieser Promo-CD sogleich, wo es lang geht. Die Dreifaltigkeit aus Gitarre, Bass und Schlagzeug.  Mehr braucht es nicht, um mit ordentlich Schmackes Songs in Felsen zu meißeln.  Schon klar, denn Rory spielte eine Zeit lang bei der Heavy Metal Band Intethod und später bei den Sleaze Masters Crank County Daredevils aus Asheville.  Später dann heuerte er einen Bassisten an und schließlich auch den Drummer Billy Miller, der als Musiker bereits mit Voodou und Super Sport unterwegs war, und entwickelte seine eigene Version des modernen Southern Rock.

Das Ende dieses durch- und wachrüttelnden Trips markiert das dann folgende, rein akustische „Searching for an Angel“. Nur mit Stimme und Gitarre wird damit ein reizvoller Kontrast zur vorherigen Nummer gesetzt.  Hier kehrt sich die melancholische Seite von „Rory Kelly`s Triple Threat“ von innen nach außen.  Das bleiern-schöne Mäntelchen jener Gänsehaut erzeugenden Schwermut, die jeder Southern Rock Ballade zu eigen sein muss, wird ganz weit ausgebreitet.

Zum Abschluss hält Song Nr. 3 „Don’t Shake My Family Tree“ dem fast (aber nur fast) “konventionellen”,  erdigem Southern-Swamp-Rock seine Treue,  erscheint aber um einiges ruppiger und  mit kraftvollen  Spannungsbögen  ausgestattet.  Laut und geballt stampft er dem Abschluss mit großen Schritten entgegen und macht, wie oben schon erwähnt, neugierig auf as komplette Album.

Ja, ich gebe zu, zunächst habe ich diese Vorab-CD mit seiner speziellen Artwork auf dem Cover ziemlich misstrauisch beäugt.  Eine stramme Blondine im 50ger Jahre Style in Uniform und mit Pilotenbrille hält mit rotlackierten Fingernägeln eine richtig fette Pumpgun in den Händen.  Zugegeben, das ist einerseits ein ganz schwieriges Terrain, andererseits natürlich Geschmackssache……(..Rosie..)

Tracklisting:1 – Low / 2 – Searching for an Angel / 3 – (Don’t shake my) Family tree

Mehr lesen. http://www.rustyknucklesmusic.com/pages/rory-kelly

P.S. Vielleicht ist schon jemandem aufgefallen, dass wir hier leider keine Promo-Clips mehr setzen. Hintergrund ist die derzeit unsichere Rechtslage hinsichtlich der diesbezüglichen GEMA-Gebühren.

Einsortiert unter:Album Reviews, Southern Rock, Swamp, , , , , , , , , ,

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