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The Freeway Revival – Over The Mountain

thefreewaycdCool Organic Hippie Country Rock aus Asheville, NC
(ro) Winterschlaf? Novemberdepression?
Oh nein, mit „The Freeway Revival“ ganz bestimmt nicht! Denn diese Band legte mir mit „Over The Mountain“ eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Scheibe auf den Tisch, die warme Sommerabende und entspannte Fahrten über endlose Highways assoziiert.

Ein Album, dass die Laune hebt, aber dabei nie Luftschlösser baut. Ich mag diese Art von Musik, so wie sie mir die fünf sympathischen Jungs aus Asheville hier auf eine unbeschwerte, leicht zu geniessende Art servieren.

Schon das Frontcover lässt Herbststürme, Schneeflocken und Regen völlig vergessen. Im gleißenden Sonnenlicht sitzen die fünf Jungs lässig auf einer Holzbrücke und lassen die nackten Füße über dem Wasser baumeln.
Nicht nur diese Szene ruft Erinnerungen an die Allmann Brothers bei mir wach. Nein, auch die neun Songs dieses Albums, alle natürlich aus der eigenen Feder, nehmen mich mit auf eine Zeitreise in die 70er Jahre, in eine Zeit, als ein Duane Allmann Poster an meinem wackeligen Kleiderschrank hing. Ich gebe zu, ich hatte damals eine kleine Schwäche für Duane, nicht nur wegen Filmore East. Aber ich schweife ab. Also zurück zu „Over The Mountain“.

thefreewayfotoNun, Adam Clayton, Jonathan Clayton, Joseph Lee, Jorgen Carlsson, Richard Barron und Gerard Uhl versuchen hier natürlich nicht, das Rad neu zu erfinden oder in Nostalgie zu versinken.
Aber die Musikanten der „The Freeway Revival“ verfügen über eine Bodenständigkeit, die die Lieder glaubwürdig macht.
Dieser zeitlose, ungezwungene Mix aus Southern, Country und Blues erweist sich für mich von Beginn an als eine lockere, energiegeladene Freude, aus dem die Funken stieben wie aus einer Wunderkerze.

In meiner ganz persönlichen Rangliste steht zum Beispiel „Tell Me“ ganz oben. Hier wird das bleiern-schöne Mäntelchen jener Gänsehaut erzeugenden Schwermut, die jeder Southern Rock Ballade zu eigen sein muss, ganz weit ausgebreitet. Für mich der wärmste und einschmeichelnste Track.

Keinen Tick weniger inspiriert fällt das Schluß-Lied „Sang In A Summer Song“ aus. Diese Ballade ist atmosphärisch sehr gelungen, auf eingängige Weise ergreifend und ohne jegliches Drama oder Pathos.
Geschmeidig bewegt sie sich durch folkig-nachdenkliche Momente und scheint dabei wie von sanft flackernden Flammen umhüllt.
Jenseits jeglichen Kitsches beschallt dieser Track das Wohnzimmer, so dass nach dessen sanften letzten Tönen bei der Hörerin der Wunsch geschürt wird, einfach nur noch fünf Minuten länger auf der Couch liegen zu bleiben. Oder zehn. Oder einfach noch ein bisschen.

Und noch ein Lied darf nicht unerwähnt bleiben, nämlich „It Could Be Worth Singin“, eine hochgradig gefällige Nummer, die man schlicht lieben muss!
Ein Lächeln schleicht sich ins Gesicht. Gefühle werden hier groß aufgetragen, der Refrain lässt sich nach zweimaligem Hören mitsingen – auch eine Kunst!
Dazu trägt auf jeden Fall der Organist Gerard Uht bei, der erfreulich relaxt für einen zusätzlichen Pluspunkt sorgt. Der werte Herr besitzt eine aufmunternde Art, die ungekünstelt und sympathisch wirkt.

Ja, dieses Album macht es den Hörern/ den Hörerinnen eigentlich leicht, es durch und durch zu mögen.
Hier werden Geschichten erzählt, in die man sich mühelos hineinversetzen kann. Wirklich keine einziger Song ist hier Füllmaterial, stattdessen bietet „Over The Mountain“ eine wohlüberdachte, eingängige Songzusammenstellung….(..Rosie..)

thefreewayrevival
*
Also, wer jetzt neugierig geworden ist und die Band gern einmal live hören und sehen möchte, der kann dies demnächst tun, z.B. am 18.12.2015 im „Blue Notez“ in Dortmund.
Weitere Termine siehe unten oder auf der website der Band.

Songliste:

01. Wanderins‘ Got Two Hands On Me // 2. The Wind Makes Me Shiver // 3. It Could Be Worth Singin‘ // 4. One Way Or Another // 5. Right In Front Of Me // 6. A Long Way To Run // 7. I Remember // 8. Tell Me // 9. Sang In A Summer Song //

Mitglieder:

Adam Clayton : Lead vocals, piano, Hammond B3, Mellotron
Jonathan Clayton: Fender Telecaster, slide and acoustic guitars, background vocals
Joseph Lee: Gibson Firebird, acoustic guitar, mandolin
Jorgen Carlsson: bass
Richard Barron: accordion on „Wandering`s Got Two Hands On Me“
Gerard Uht: organ on „It Could Be Worth Singin`“

Produced by: John Ryan – Chicago Kid Productions
Label: Chicago Kid Records, 2015

All music by Jonathan Clayton and Joseph Lee, all lyrics by Adam Clayton

https://www.facebook.com/freewayrevival/

http://www.teenageheadmusic.com/

Bitte vormerken: im Dezember sind die Jungs auch bei uns in Deutschland!

Angaben ohne Gewähr

12/12/2015 Krefeld – Germany @ Kulturrampe
13/12/2015 Turnhout – Belgium @ Dax Café
15/12/2015 Bremen – Germany @ Meisenfrei
17/12/2015 Hamburg – Germany @ Sound yard
18/12/2015 Dortmund – Germany @ Blue Notez

(Rosie)

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