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Monomyth – Exo

Monomyth(ch) Monomyth, die Band um den ehemaligen 35007 (aka Loose)-Drummer Sander Evers, sind zurück und komplettieren mit ihrem neuen Album „Exo“ ihre Trilogie. Die niederländische Instrumental-Band, die Stoner Rock mit Drone und Krautrock mischt, startete ihre Reise 2013 mit ihrem Debut „Monomyth“. Selbst produziert und aufgenommen wurden vielerlei mögliche Sounds ausprobiert, die für den Nachfolger „Further“ (2014) noch veredelt wurden.

Der Bandname entstammt einer Theorie des Mythenforschers Joseph Campbell, der eine Heldenreise beschreibt, und Monomyth tragen diese Theorie in ihre Musik hinein.

Vom Space in den Krautrock, von der Psychedelic zum IDM, Monomyth kommen voran und entwickeln sich darin gleichzeitig weiter. Es ist weniger schwer und dunkel. Aber nicht täuschen lassen: Diese Schallmauer von überwältigender Kraft ist immer noch ein vordergründiger Faktor, der den unverwechselbaren Stil der Band ausmacht. Genau das finde ich so schön. Dieser Fünfer hat die Fähigkeit, immer wieder mal etwas anderes zu zaubern, aber ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Es sind feine, instrumentale Klanglandschaften, Gesangseinlagen werden nicht vermisst.

Der Album-Opener „Uncharted“ beginnt ruhig, Spannung breitet sich aus. Ein in sich wiederholendes Thema wird mit verschiedenen Geräuschen angefüttert. Das Zusammenspiel von Bass und Drums wird die große Stärke des Songs. Am Ende packt die Band in bestens bekannter Monomyth Manier zu. Dieser famose Griff entspannt sich zum Ende und wechselt, mit einem keybordlastigen Klaps auf den Hinterkopf, zum nächsten Stück.
„Suface Crawler“ ist ebenso ein starker Track, mit lässig tanzbarem Up-Tempo. Eine hypnotisierende Notensammlung von der beliebtesten Instrumentalseite wird hier geboten.
Dann ist „ET Oasis“ an der Reihe. Zu entdecken gibt es einen fluffigen Soundbereich. Dazu ein sehr angenehmer Versuch, die akustische Flagge in dieses auflockernde Gelände zu setzen. Manchmal klingt die Musik zart und flauschig, dann gibt es wieder einen antönenden Einsatz, mit Drive nach oben. Wundersam stellt sich aber am Ende alles aufeinander ein.

Mein Lieblingstrack auf dem Album ist „LHC“. Ein sehr reizender Rhythmus, der dazu noch so angesetzt ist, das sich im Songverlauf alle instrumentalen Kräfte der Band bündeln. Eigenartigerweise kommt mir dazu das „Crockett`s Theme“ von Jan Hammer in den Sinn, das aber natürlich nur dem ‘LHC‘ – Grundbeatgerüst, dieses ansonsten erstklassigen und eintreibenden Titels, geschuldet ist. Das Ventil zum Ausklang ist „Moebius Trip“. Der Track ist voll von unverfälschten Hard-Rock-Elementen. Anfangs kraftvoll, dreht der Sound plötzlich in ruhiges Fahrwasser. Der Song endet mysteriös und verschwommen.

Insgesamt ist ‘Exo‘ ein facettenreiches Psychedelic Road Movie Album, das sich wirklich Bestens hören lassen kann!….. (Charly)

Das Album erschien am 18. März 2016 via Suburban Records als Color und Black Vinyl und auf CD.

Line-up:
Selwyn Slop (bass, baritone guitar)
Sander Evers (drums)
Peter van der Meer (keyboards, guitar)
Thomas van den Reydt (guitars)
Tjerk Stoop (synthesis & processing/guitar)

monomyth-presspic

Tracklist:
01 – Uncharted (14:34)
02 – Suface Crawler (6:18)
03 – ET Oasis (7:09)
04 – LHC (9:46)
05 – Moebius Trip (5:54)

Tour:
21-04-2016 Forum Bielefeld DE
22-04-2016 Atomino Chemnitz DE
23-04-2016 Mohawk Mannheim DE
24-04-2016 Muz Club Nürnberg DE
29-04-2016 Desertfest Berlin DE

Monomyth – Bamdcamp

Monomyth – LHC – YouTube

 

MONOMYTH-LP

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März 2016
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