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James Leg – Blood on the keys

blood-on-the-keys(kis) Das hat nun wirklich etwas gedauert bis James Leg bei mir angekommen ist. Die Katze hatte auf den Waschzettel gekotzt, was aber absolut nicht an der Güte dieses außergewöhnlichen Werkes liegt! Im Gegenteil: Die Biographie ist besser als jede Promo-Erfindung: gefallener Sohn (John Wesley Myers) eines Priesters, au Mann!

Der Kerl ist Jahrgang 1983 und klingt aber schon ganz schön verbraucht.
Screaming Jay Hawkins, Joe Cocker? Der frühe Tom Waits! – nein ich bin nicht die Erste die diesen Vergleich zieht, aber dieser Vergleich ist ja schließlich die Musiker-Ehrennadel in Gold mit Rubinsplitter. Lux Interior mit Gitarre/Piano statt seiner Poison Ivy und noch 3 Stufen brachialer-durchgedreht, mehr in die Musik vertieft als in Selbstdarstellung.
Schubladen sagen: Dreckiger Blues, punkiger Rock, psychedelic punk ass rock und Soul.
Cover: The Man. Himself. In action.

HUMAN LAWN DART: Gnadenlos in der Küche ins Reibeisen geworfen. Mr. Leg überfällt einen nahezu sofort. Diese markante Stimme führt uns weiter die Linie entlang: HUGGING THE LINE.
MIGHTY MAN: Rocken Roll, mit Rock a Billy-Schlag, Keyboard orgelt, voran, voran, treibend, und absolut schweißtreibend tanzbar, genau wie ST MICHEL SHUFFLE, dieser schlurft wirklich kein bisschen, sondern kommt sehr TomWaits–ig daher. (…not the shoes!!).
I´LL TAKE IT: Oh, Engtanzblues! Tanzfläche und wieder wird es schwitzig, diesmal mehr pubertär, erste Liebe. Nichts für Romantik-Hasser.
AINT YOU HUNGRY: sure, I am.
DOGJAW(do some things you say):wer hier die Füße ruhig halten kann – Respekt, das zeugt von unmenschlicher Selbstkontrolle! Also lieber mit dem ganzen Körper mit wippen, ein hin und her.
TAO TE LEG: Boogie all night! zzz zzz zzz Schlagzeug, Organ, Orgel und Gitarrenschnarren finden einen Weg zu wunderbarem Einklang!
BLOOD ON THE KEYS: Dieser Mann spielt sich wahrlich die Finger auf den Tasten blutig!

SHOULD´VE BEEN HOME WITH YOU: Auweh, was fürs Herz und die Seele, Sehnsucht pur!

Die Platte ist wie eine Kneipentour durch die ganze Stadt mit zunehmendem Pegel.
Sehr schöne live-Atmosphäre bei diesen Aufnahmen, man hat das Gefühl recht weit vorne an der Bühne zu stehen. Der Schweiss rinnt.
Sexinessfaktor: aufgeschürfte Teppichboden-Knie (Mädels, ihr wisst was ich meine)….(kirsten)

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