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Freak Sabbath Vol.3 im Vortex/Siegen 06.05.17

(ol) Die dritte Ausgabe des FREAK SABBATH startete am 06.05.17 im Siegener Rocktempel VORTEX. Wie immer hochkarätig besetzt gab es zur Einstimmung auf das in knapp sechs Wochen stattfindende FREAK VALLEY eine ordentliche Portion Rock’n Roll für Auge und Ohr.

Vor zunächst noch etwas spärlichem Publikum bewiesen die Jungs von NAP aus Oldenburg das man sich um die Zukunft des psychedelischen Stoner Rock in Deutschland keine Gedanken machen muss. Erfrischend vermischten die drei Nordlichter knorrigen Heavy Rock mit groovenden Psychedelik Abfahrten. Die locker flockig vorgetragenen Jam Parts erinnerten an SWEET SMOKE auf ihrem klassischen „Just a Poke“ Album, als Kontrast dazu werden fette Riffs serviert und das ganze mit pfiffigen, teilweise deutschen Songtiteln abgerundet.

Als gut geölte Rockmaschine präsentierten sich als zweite Band des Abends die Kanadier CHRON GOBLIN. Seit 2009 hat das Quartett bereits drei vielbeachtete Alben veröffentlicht , vor allen Dingen ihr zweites Album „Life for the Living“ ist schon lange ein Highlight meiner Party Rock Playlist.  Nach einem umjubelten Auftritt auf dem Londoner DESERTFEST 2017  feierten die vier Heavy Rocker den Abschluss ihrer Europa Tour mit einem krachenden Gig bei den Siegener Rock Freaks. Frontmann JOSH SANDULAK gehört mit seiner kernigen Rockröhre zu den großen Stimmen der Szene, die Gefühle und Härte auf das Feinste verbindet und in nicht wenigen Momenten an SOUNDGARDEN’s Chris Cornell in seinen jungen Jahren erinnert. Gitarre und Bass feuern eine Riffsalve nach der anderen in das Publikum und bringen ordentlich Bewegung in die Rock’n Roll Party. Ein herausragender Auftritt der sympathischen kanadischen Heavys, die auch  den Rest des Abends mit guter Laune und deutschem Bier die noch folgenden Bands mit uns ausgiebig abfeierten.

THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES haben bereits beim FVF 2016 bewiesen das die norwegischen Doom Blueser eine der außergewöhnlichsten Bands der letzten Jahre sind. Der anwesende Rockblog stand dann auch  nach der von Herzen kommenden Ansage von Oberfan Volker erwartungsvoll komplett in der ersten Reihe vor der Bühne. Was folgte war dann eine düster gefühlvolle Heavy Blues Messe. Zum  euphorischen Review ihres Desert Fest Auftritts, den unsere Rockblogger gerade in Berlin erleben durften, ist nichts mehr hinzuzufügen. Tiefster Gothik Heavy Bluesrock ganz weit weg von Frühschoppen Belustigung und auf der Höhe der Zeit. Als dann der Geist von Charlie Barracuda durch das Vortex kriecht und man meint besser kann es nicht mehr werden, schieben die Jungs aus Oslo noch ihre ultimative  Version des Peter Green Klassikers „The Green Manalishi“ über die Bühne und lassen selbst das ikonische Judas Priest Cover des legendären Songs völlig vergessen. Nach diesem schweißtreibenden Gig ist die kurze Umbaupause für das völlig ergriffene und begeisterte Siegener Publikum eine gute Gelegenheit Batterien und Biervorräte für die letzte Band dieses Abends wieder aufzuladen.

Nach der Performance von the DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES konnte man denken die folgende Band würde es schwer haben das Stimmungslevel zu halten. Derartige Befürchtungen machten die Reutlinger Psychedelic Schwergewichte THE SPACELORDS um ELECTRIC MOON Schlagzeuger Marcus Schnitzler aber schnell zunichte. Grooviger Bass und swingende Drums bilden das solide Fundament auf dem die flächigen Gitarrensounds  sich in immer höhere galaktische Höhen schrauben konnten. Die instrumentale Space Rock Reise war ein würdiger Abschluss für einen,  wie immer von Booker Jens mit Sachverstand und Gefühl für die richtige Bandzusammenstellung  kuratierte, ROCK FREAKS Veranstaltung.  SEE‘ YA at FREAK VALLEY 2017!!…(olli)

Photos: Kiki No

  

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