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Out Demons Out und Heat im Limes/Köln am 12.05.17

(vo) Heimelig ist es im Limes auch unmittelbar neben der Bühne, das Bier in Reichweite und Gelsenkirchener Barock Romantik pur in 60 Watt, Fransen im Takt des Heavy-Rocks. Der erschallte gestern abend, denn die Lokalmatadore Out Demons Out und die Berliner Fünferbande Heat forderten auf zum Tanz im Rockwohnzimmer zahlreicher Leute aus Köln und Umgebung diesseits und jenseits des Rhein, aber natürlich auch aus der Rockmusikdiaspora Hilden. Um 20:15 Uhr eröffneten Maik Credner (Gitarre/Gesang), Kay Fritscher (Gitarre), Thomas Johnen (Bass) und Marc Schande (Schlagzeug) die Sause.

Der dritte Auftritt der Jungs us Kölle: sehr kernig und ohne Schnörkel, sie kommen in jedem ihrer selbstgeschaffenen Songs gut aus den Pötten und verstehen was Dynamik, Timing und Energievorschub. Thomas wummert, Marc drischt und die beiden Gitarreros liefern sich keine Duelle um die Saitenvorherrschaft, sondern harmonieren prächtig in den Takten bluesgetränkten Heavy Rocks. Kay und Maik sind, genau wie der kollektivistische Schreiber dieser Zeilen, Fans des irischen Nationalhelden Rory Gallagher, und ein bissel kann man das durchaus ihren Songs entnehmen. Aber auch anders gestalteter Heavy-Blues und -Rock der 70er ist ihr Plaisir, aber im Unterschied zu etlichen Bands: bei ihnen spielen Fender und Gibson gleichberechtigt mit- und nebeneinander. Und stimmlich? Maik hat das genau richtige Timbre. 45 Minuten Power, von der an dieser Stelle 25 Minuten zum Download bereitstehen. Begeistert vom Publikum aufgenommen, begleitet und mit viel Applaus gefeiert. Zum sehr guten Schluß noch ein Cover der Grand Funk Railroad, eine der meistgehassten Bands der damaligen 70er Musikjournaille. Warum? Frag ich mich immer wieder. Eloy war damals auch so ein Fall….

Gegen 21 Uhr 25 ging die Party weiter, Heat aus der Hauptstadt drifteten mit ihrem 70ies Hardrock, der in etlichen Sequenzen an die seligen Thin Lizzy erinnert, durch unser Musikwohnzimmer ohne Eiche rustikal im Kölner Stadtteil Mülheim. Matthias Schult (Guitar),  Gräm Rowland (Bass), Patrick Fülling (Vocals), Marco Rischer (Guitar) und Marcus Töpfer (Drums) spielten sich ruckzuck in unsere Herzen, in meinem sind sie sowieso schon länger fest verankert. So muß das rocken: ein Sänger der kräftig austeilt und aus sich rausgeht, ein Dreschflegel hinter den Haudraufinstrumenten, cooler Bass und zwei Gitarristen, die sich die Finger verbiegen und mitunter wunderbaren Twin-Gitarrensound zelebrieren. Bekanntes aus ihrer Schaffensphase, die bisher 2 LP und eine Single beinhaltet und, fein fein, ganz neuer Stoff, der bei kölschen Livebedingungen erprobt und von uns für sehr gut befunden wurde. Das war ganz zum Schluß „46 Miles“. Der Titel ist eine Anspielung auf die ziemlich ausgereizte Spielzeit der neuen LP, die demnächst erscheint, wie Marcus hinterher erzählte. Ein wunderbarer Song, der sich der herrschenden Temperatur anpasste und Southern Rock Flair versprüht. Auch die eine Seite ihrer im Januar 2017 erschienenen Single, „Day In Day Out“, die es auch als Video gibt und die hier in unserem Blog die berechtigte Würdigung fand, stand auf der Liste. Kommt bald wieder Jungs und bringt uns wieder eure spezielle Berliner 70ies Hardrockluft mit….(volker)

 

 

 

 

 

 

 

Alle Photos ©Kiki No

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