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Sólstafir – Berdreyminn

(MaRo) Ambivalenz. Das ist das erste Wort welches mir in den Kopf geschossen ist, als ich das neue Album „Berdreyminn“ von Sólstafir hörte.
Wie das Land, aus dem die isländische Band ihren Ursprung hat, so vielfältig und gegensätzlich klingt diese Scheibe.

So sagt die Band auch selbst: „Musik wird immer durch die Umgebung inspiriert, in welcher sie erschaffen wird. Sólstafir verkörpert die sich abwechselnden Jahreszeiten und ihre Farben, das extreme nordische Klima und die starken Kontraste. Aber auch wie die unermessliche Schönheit dieser Landschaft Hand in Hand mit tödlichen Natugewalten geht“.

Zunächst wird der Vorhang aufgezogen mit einer Hommage an Ennio Morricone im ersten Song „Silfur – Refur“, welcher ab dem zweiten Drittel in einen – so möchte man es bezeichnen – wohlbekannt klingenden Norrlandrock übergeht, welcher sich im zweiten Song, „Isafold“, fortsetzt.
Hula wiederum lässt dich spüren, wie der morgentliche Nebel der Sonne weicht und die Sicht frei macht für Neues.
Das könnte durchaus Absicht gewesen sein; denn darauf folgend entfaltet sich das Album erst richtig.

Sólstafir hat eine lange, kontinuierliche Entwicklung durchgemacht, die deutlich hörbar ist.
Hin und wieder sind sogar noch Echos aus ihren Ursprüngen im Metal zu vernehmen.

Aber mehr wird jetzt nicht verraten. Man muss sich das Album 2-3 mal anhören, um hineinzukommen.
Darin angekommen lässt man sich einfach eine knappe Stunde lang (ent)führen.
Über schwarze Strände, grünes Moos, tief in die Landschaft schneidende Fjorde, blendend weiße Gletscher.
Sólstafir schafft es diese eingangs erwähnte Ambivalenz sowohl durch einzelne Songs auszudrücken als auch über das ganze Album zu spannen.

Tracklist:
1. Silfur-Refur (6:54)
2. Ísafold (4:59)
3. Hula (7:07)
4. Nárós (7:23)
5. Hvít Sæng (7:22)
6. Dýrafjörður (7:32)
7. Ambátt (8:08)
8. Bláfjall (8:00)

Line-up
Aðalbjörn Tryggvason: guitar, vocals
Svavar Austmann: bass
Sæþór Maríus Sæþórsson: guitar
Hallgrímur Jón Hallgrímsson: drums, backing vocals

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