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Sean Chambers – Trouble & Whiskey

(hwa) Wow, was für ein geiles Bluesrock-Album! Es ist Chambers sechste Veröffentlichung. Da wird es höchste Zeit, dass der Name Chambers nun endlich auch im Inhaltsverzeichnis von RB.BS auftaucht …

Ich sach mal so: Könnte man eine Mischung aus ZZ Top, Walter Trout, Kim Simmonds & Savoy Brown, sowie Stevie Ray Vaughan (SRV) klonen, müsste sie zuallererst mit Sean Chambers in Verbindung gebracht werden.

Geht man in dessen Biografie auf die Anfänge zurück, wird deutlich, dass Chambers ein ausgewiesener SRV-Fan war und ist. Da verwundert es kaum, dass er in der ersten Hälfte der 1990er Jahre in unzähligen Shows als Frontmann einer SRV Tribute Band für Jubelstürme sorgte und sich live auf der Bühne die Hörner abstoßen durfte. Ein SRV-Wiedergänger wie aus dem Bilderbuch, sozusagen.

Hinzu kommt noch, dass Chambers gute vier Jahre als „Musical Director“ von Hubert Sumlin (Mitbegründer der Howlin’ Wolf-Band) für Konzerte rund um den Erdball reiste.

Ich denke, dass das eine sehr gute Schule war.
Chambers erstes Album „Strong Temptation“ wurde nicht von ungefähr von einigen amerikanischen Kritikern als das bemerkenswerteste Debüt seit SRV’s „Texas Flood“ bewertet.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es soll hier keineswegs der Eindruck entstehen, Sean Chambers spiele dem Grunde nach „nur“ SRV nach.
Im Gegenteil! Chambers hat SRV im Blut, im Herzen oder wo auch immer. Die sieben Eigenkompositionen (zum Teil zusammen mit Jimmy Bennett oder John Ginty) zeugen fundamental von Blueswissen und absoluter Souveränität.

Zehn Tracks sind auf dem Album, davon drei Covers.
Mit den Coverversionen zeigt Chambers, dass er neben SRV auch bedeutende Andere verinnerlicht hat. Zum Beispiel Johnny Copeland („Cut Off My Right Arm“), Riley B. King alias B.B. King (“Sweeter Than A Honey Bee”) und last but not least Rory Gallagher. Dessen “Bullfrog Blues” (ursprünglich von William Harris aus 1928 und nach Ablauf der Schutzrechte gelistet als “arranged by…”) widmet Chambers in seiner unter die Haut gehenden Transformation ausdrücklich Gallagher.

Anyway: Chambers haut hier ein Album raus, das mir Gänsehaut hoch drei verschafft. Ich hatte das Album während der Fertigstellung dieser Kritik in Rotation auf dem Player. Und dann wurde plötzlich klar, dass mich lange kein Album spontan so ausgehebelt hat. Bei den Songs gibt es durchgehend keinen einzigen Ausfall. Und wer weiß: Vielleicht ist ja „Handyman“ (Track No. 8, Co-Autor: Jimmy Bennett) einer der größten Uptempo-Bluesnummern aller Zeiten. Bei mir in seiner Brillianz und unglaublichen Power durchaus unter den Top Ten.

„First chop“ bzw. „outstanding“, wie es die Angloamerikaner auszudrücken pflegen. Auf Deutsch: „erstklassig“ bzw. in „jeder Hinsicht herausragend“.
Absolute Empfehlung!

(Heinz W. Arndt)

Tracklist:
01. I Need Your Lovin’ (3:40)
02. Bottle Keeps Staring At Me (4:05)
03. Trouble & Whiskey (5:07)
04. Travelin’ North (3:41)
05. Cut Off My Right Arm (4:45)
06. Bullfrog Blues (4:32)
07. Sweeter Than A Honey Bee (4:23)
08. Handyman (5:53)
09. Be Careful With A Fool (4:53)
10. Gonna Groove (3:15)

Produced by Ben Elliott

Lineup:
Sean Chambers – Guitar and Vocals
Kris Schnebelen – Drums
Todd Cook – Bass
Michael Hensley – Hammond B3 and Piano

Additional Musicians:
Andrei Koribanics – Percussion (tracks 1 and 7)
John Ginty – Hammond B3 (track 4)
Jimmy Bennett – Guitar (track 8)

Sean Chambers “Trouble & Whiskey”
American Showplace Music / in-akustik
VÖ: Juni 2017 (Germany)

www. seanchambers.com

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