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Lake On Fire 2017 Teil 2

(vo) Der Samstag beginnt für uns beim Schlüsselwirt mit einem ausgiebigen und reichhaltigen Frühstück dem einige Zeit später ein großzügiges Mittagmahl an gleicher Stelle folgt. Zig Stunden Essen, Trinken und Reden im Biergarten, zu acht, später zu zehnt und oftmaligem Besuch summender und brummender, mit fiesen Dolchen ausgestatteter Flugakrobaten. Wir verpassten dadurch die ersten beiden Bands und erfuhren beim Einlass ins Paradies, das am Morgen Ufomammut aus gesundheitlichen Gründen ihren Auftritt absagen mussten. Dafür gabs in der Kürze der Zeit natürlich und fast logisch keinen Ersatz aufzutreiben, egal, dafür konnten uns die anderen Bands jeweils länger erfreuen….

Leider bekam ich den Auftritt der Wiener Band „Mothers Of The Land“ nur zeitweise und unphotografiert mit, denn Almdudler Boy Volker (ich hab bestimmt eine Tagesproduktion dieser österreichischen Kräuterlimonade in mich reingeschüttet) roch wohl so süß das sich eine nichtamerikanische Kampfdrohne mit dem Namen W. Spe ausgerechnet meine linke Armbeuge für eine Attacke aussuchte….Ergebnis: eine halbe Stunde Eisbeuteldraufdrück. Die Musik der Mütter hörte sich großartig an, kraftvoller, teils bluesiger und an 70s Twin-Gitarren Bands angelehnter Hardrock. Mittlerweile war es gegenüber dem Vortag verdammt kalt geworden, nur noch 31° im Schatten.
Bei „Weedpecker“ aus Polen war ich wieder vor der Bühne und pickte erfreut deren Weedsound mit den Ohren auf. Wunderbarer Rock mit sehr psychedelischer Note, tollem Harmoniegesang, manchmal sehr entspannt, einige Male aber auch deftig Staubaufwirbelnd. Kannte ich nicht, haben großen Spaß verbreitet und sind auf alle Fälle notiert. Erwähnen möchte ich zwischendurch auch das ich nette Bekannte aus früheren Zeiten mit Freuden wiedersah (u.a. Maria, Nadine, Pawel) und neue, nette Leute kennenlernen durfte, so z.B. Zweidrittel der Salzburger Band Les Lekin und Freaks aus Ulm und Regensburg.
Das nächste dicke Brett in Sachen „so muß Stoner klingen und losbrettern“ hört auf den Namen „Parasol Caravan“. Die Jungs aus Linz/Donau sprangen für die Berliner „Rotoren“ ein, die drei Tage vor dem Fest auch aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten und eben deshalb nicht auf dem Teich rotierten. Die Linzer kannte ich bis heute auch nur Vinylistisch von ihrer LP „Para Solem“, sehr guter Stoff, aber sie hauten live und in der bretternden Abendsonne einen nach dem anderen raus, boah, ein Fest für unsere Stonerseelen. Tolle Gitarren, donnernder Bass, grollender, bollender Gesang und geschlossen wurde der Kreis mit deftigem Schlagwerk. Mächtig, mächtig kann ich da nur schreiben: mächtig Spaß verbreitend und mächtig Spaß auf der Bühne, ich verbeuge mich!
20:30 Uhr, Siena Root Time. Time for Schlaghosen mit Kellerfalten (die Hosen trugen Jungs meiner Generation Anfang der 1970er) und bunte Hemden Rock, klassischer Classic Rock der fünf Jungs aus Schweden, die ich sicherlich schon ein Dutzend Mal erlebte und heute erlebe: Garanten für eine wogende, Haarefliegende Masse im Garten vor dem Teich und viel viel Sympathie verbreitend.
Die Turmuhr schlug zehnmal aus, Zeit für Doom unterm Dom: Acid King verbreiteten Doom, Doom und nochmals Doom, bratend, bollernd, grollend, das Oberflächenwasser des Teichs vibrierte….die blaue Stunde für die Fans. Apropos blau: nachdem ich einige Photos von dem San Francisco Trio auch von der Bühne und oberhalb des Geländes (siehe Einleitungsphoto) im Kasten hatte stellte ich mich gegen kurz vor elf auf die Rasenfläche zwischen Fans und Teich und wollte noch ein paar Photos machen….tja: ich bekam einen leichten Schlag auf den Rücken und trug plötzlich statt einem T-shirt ein Biershirt. Ein  sehr blauer junger Mann hatte vor lauter Begeisterung vor dem Holzzaun auch das „Nachvornüberfallgen“ getankt und mir 0,4 Liter gutes, dunkles Bier spendiert. Ergebnis. ein Biernasser Rücken kann nicht entzücken. Da auch mein Jeanshintern Biersuppte blieb mir nichts als zum Gasthof, duschen und neue Klamotten an, der schwere Bieranzug passte eben nicht. Dadurch kam ich zu Herrn Bjork ein bissel zu spät, seinen Specialguest Herrn Wheeler bekam ich aber schon vorher auf die Speicherkarte. Brant und seine Band brannten einige Feuerwerke ihrer „Tao Of The Devil“ Lp ab, „Humble Pie“ z.B. Ein wüster und würdiger Abschluß eines Festivals, dessen Message ich ganz tief verinnerlicht habe. Sie geht mit der unseres Freak Valley Festivals konform: keine Überfüllung aus Profitgier, ein Miteinander vom Feinsten, Musik, Musik, Musik, faire Preise, etwaiger Überschuß wird gespendet und ein tolles Team vor und hinter den Kulissen. Ich bedanke mich für phantastische Tage und Nächte im Strudengau, bei meinen Mitstreitern aus Erndtebrück, Wilnsdorf, Siegen, Freiburg und Leipzig und allen die dabei waren. Auf ein hoffentliches Wiedersehen in 2018, DANKESCHÖN!….(volker)

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