rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

Gov´t Mule im Huxleys/Berlin am 03.11.17

(vo) 1. Es gibt meiner bescheidenen Meinung nach auf diesem Planeten zur Zeit keine Band in der Rockmusik, die den „Eseln“ insgesamt, also im Gesamtpaket Musik, Technik, Inbrunst und Feeling die Butter vom Brot nimmt, keine!. 2. Ihre Wundertütenkonzerte (sie haben wahrscheinlich einen Fundus von mindestens 250 Songs „drauf“, schlecht geschätzt). 3. Kein Mule Konzert ist die Wiederholung eines vorangegangenen Auftritts. 4. Ich hab sie noch nie schlecht oder „na ja“ gesehen, sie spielen auch nicht „irgendwie einfach was runter“, nein, so etwas gibt es bei dieser Band nicht. 5. How ya` doin?

Im proppevollen Huxleys ging gegen 20:10 Uhr das Licht fast aus, wir Photographen bekamen die Starterlaubnis, ready for „How ya` doin“….
Wie immer ohne Getue und Gemache betritt das Viergestirn die Bühne und „Mr. Man“ rockt die Hütte: Warren zieht die Gibson auf links und rechts, Jorgen und Matt pumpen den Groove rein und Danny spielt den Song tastend rund. Toller, energischer Anfang, macht mal weiter so…..der Funke sprang rüber und über. Und sie machen rockig weiter: Funkiger Rock treibt den nächsten Song in die Hüften, „World Boss….is coming“. Vom aktuellen Album „Revolution Come….Revolution Go“ gibt es den „Burning Point“ zu hören, ich konzentriere mich stark aufs photographieren bei diesem Song, denn nach dem Schlußgong heißt es raus aus dem Photograben, da muß das wesentliche die Speicherkarte adeln: Three Songs, no flash. No flash wird aber leider aus akademischer Sichtweise im Graben nicht so ernst genommen, ein Blitzer läuft heiß….tztztz.
Bis zum obligatorischem Pausengong, „a short little break“, haut das Quartett noch einiges raus, Stücke aus etlichen Alben (siehe Setliste) erblicken das Licht und erfreuen das Auditorium, und selbst wenn ich bei Mule Konzerten (jetzt 12 an der Zahl seit 2005) immer die dunkelschwarz getönte Vereinsbrille trage bin ich nicht Betriebsblind, aber es gibt nichts an ihrem Status zu rütteln: keine Rock Band ist wie diese, keine!

Kräftig geschüttelt vor Begeisterung entere ich in der Pause mit Kumpel Nils den Cocktailstand: eine sehr bunte, attraktive Maid, „Shake, Baby shake“, hinter dem Tresen mit freundlichem Lächeln, vor dem Tresen alte Rockzausel und jüngere Leute, die von ihren Eltern rockmusikalisch in die richtigen Bahnen sozialisiert wurden. Also: einmal grüne Wiese, einmal Gin Tonic, skol. Und nochmal skol. Und mit einigen Muleheads, die wir uns vorher im typischen Berliner Bierlokal Brinks an einen Tisch setzten, unterhalten.

Set 2 begann wieder kräftig, „Stone Cold Rage“ rockt im Funkyrhythmus, Danny, Jorgen, Matt und Warren zelebrierten ihre hohe Kunst, alles in der Rockmusik darzubieten was geht, ob heftiger, wie in diesem Fall, oder in weicherem Takt wie bei „Sarah, Surrender“ das ganz fein und gefühlvoll in Soul badet. „Easy Times“: was für eine Band, was für eine Stimme, schmelzender Song. Dann ein Knaller: der Betts/Haynes Allman Brothers Song „Kind Of Bird“, Wah wah oder whow! Also auch was von der Scheibe „Live From Roseland Ballroom“, als Allen Woody, R.I.P., und deshalb Grüße nach oben, noch die dicken Saiten bediente. Und ´ne kurze Reminiszenz an das grandiose Helloween Konzert am Dienstag im Paradiso/Amsterdam, bei dem sie ein komplettes Set mit 19 !! Songs der legendären Free bestritten: „Walk In My Shadow“. Und noch „Mule“! Where´s my mule? Klassiker vom Debütalbum. Zum Vorabschluß noch eine Hymne: der Allman Brothers und Gov´t Mule Oberheuler „Soulshine“, da kann man/frau sich sooo schön reinschäkern und in den Armen liegen. Handylampenleuchten und vereinzelte Feuerzeugflammen, „Soulshine“. Und unsere Seelen leuchteten mit. Cocktailstand, schnelle grüne Wiese und Gin Tonic, skol.

Encore: ein Klassiker, der Humble Pie Knaller „30 Days In The Hole“, mit Fetzen Mountainscher Rockmusikkunst: „Mississippi Queen und Nantucket Sleighride“, und, noch ein feines Einspiel dahinter: „I Don´t Need No Doctor“, meine Konzertbuddys wissen worum es geht (lautlach Emoji) und weiter gehts mit den 30 Days bis zum Schlußgong…..

Fazit: Keine Band ist wie diese, keine!….(volker)

Ich bedanke mich bei fkp Scorpio für die Akkreditierung und bei den Muleheads aus nah und fern, bis hoffentlich im nächsten Jahr wieder, und vorher wieder im Brinks. Der Railroad Boy aus Hilden!

SET ONE

1 Mr. Man
2 World Boss
3 Burning Point
4 Game Face >
5 Mountain Jam >
6 Game Face
7 Devil Likes It Slow
8 Beautifully Broken >
9 Breakdown
10 Beautifully Broken
11 Revolution Come, Revolution Go

SET TWO

1 Stone Cold Rage
2 Sarah, Surrender
3 Easy Times
4 Kind Of Bird
5 Woman
6 Walk In My Shadow
7 Mule
8 Soulshine

ENCORE

1 30 Days In The Hole > with Mississippi Queen & Nantucket Sleighride teases >
2 I Don’t Need No Doctor >
3 30 Days In The Hole

Die großartigste Rockband dieses Planeten in unserem Blogarchiv

Einsortiert unter:Konzert Photos, Live Reviews, , , , , ,

November 2017
M D M D F S S
« Okt    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Heavy On Sunday – Leeuwarden, 26.11.17

Ten Years After im Metropool/Hengelo 08.12.17

Freak Valley X-Mas Fest im Vortex/Siegen am 09.12.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: