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Le Mur – In Tenebris

Der Pott kocht……

Der Pott (das Ruhrgebiet) kocht im Hard und Heavy Rock Bereich in Quantität und Qualität schon seit Jahrzehnten. Le Mur aus Bochum und Oberhausen, gegründet im Jahr 2006, führen diese Tradition qualitativ fort. Sie verharren aber nicht stur in den genannten, harten Bereichen, sondern mischen  ihren Sound mit Elementen aus Doom, Jazz, Kraut, Prog, Psychedelic und Space Rock. Janine am Bass, Georgios hinterm Schlagzeug und Matthias an Gitarre, Orgel, Saxophon und Gesang produzieren auf ihrem Debütalbum „In Tenebris“ ihre Musik aber auch noch in Punkto Soundqualität überzeugend.

„Omen, the beginning“ , ist die Begrüßungskomposition.   Progressiv angehauchte und kirchenähnlich gespielte Orgel, unterlegt mit gewispertem Text und leisem, Chor ähnlichem Gesang.  Zwei Minuten später wird es heftiger und rauer und sehr einfallsreich.  „Cage“beinhaltet leise und laute Gesangseinlagen, Bass und Schlagzeug grooven schön geradeaus und einige dicke Gitarrenbretter in Heavy Manier werden gesägt.  Der Mittelteil dieser 11 Minuten und 30 Sekunden langen Komposition ist gespickt mit Gitarreneffekten, prächtig unterstützt von der Rhythmusabteilung, der Call und Response Teil zwischen Bass- und Leadgitarre ist ein weiteres Schmankerl.  Sphärisches, effektives Gitarrenspiel dominiert den Titel „3“,  mit sehr präsenten Basslinien und einer leicht verhallten Stimme als zeitweiliger Hintergrundinstrumentierung.  Spacig und zeitweise sehr funkig in Krautrock Manier geht es weiter mit dem „One Way Ticket To Space“,  die leicht verhallten Stimm- und Gitarreneinlagen sorgen für eine gute Reise.

Wurden die Texte bis hierher in englischer Sprache vorgetragen,  so erwartet uns „die Nacht der Lemuren Teil 3“ mit einem deutsch gesungenen Text.  In diesem Titel dominieren zeitweise sehr spacige und psychedelische Gitarrenexkursionen, das Saxophon kommt in jazzigem Jargon zum Einsatz.  Lateinischer Text, den Chören der Mönche nachempfundener Gesang und harter, fetziger Rock mit einem Touch ins Folkige sind die Zutaten zu „In Tenebris“.  Frage und Antwort zum letzten Titel, „O.m.e.n. – riddles in the dark“:  Heavy Gitarren ala Maiden in Tempo und Komplexität und Saxophon, passt das?  Das passt!  Genieße und höre es beim letzten Titel dieser außergewöhnlichen, großartigen und sehr facettenreichen CD.

Ich bin sehr gespannt auf Le Mur, wenn sie hoffentlich demnächst in einem Musikclub unseres Vertrauens auftreten.  Gerockt haben sie bisher in den Bochumer Clubs Bahnhof Langendreer, Matrix und Riff,  im Blue Shell in Köln und in der Druckluft in Oberhausen.  Die CD ist zur Zeit bei der Band erhältlich, siehe Webseite ….(.. Volker.. )

Le Mur

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