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Left Lane Cruiser – Shake and Bake

Bluesrock, Indierock aus Indiana

(ro) Indiana, ein Bundesstaat im Mittleren Westen der USA, steht für „Land der Indianer“ und ist voller Naturschönheiten, Weingütern, Höhlen, Wäldern und Farmland.
Aus Fort Wayne, der zweitgrößten Stadt des Staates, stammen „Left Lane Cruiser“, eine zweiköpfige Band, die für unverfälschten Mid-West US-Bluesrock-Sound steht.

Wie bitte, nur zwei Personen? Ja, genau, „Left Lane Cruiser“ sind Frederick „Joe“ Evans IV. ( Vocals, Guitar, Bass) und Pete Dio ( Drums, Percussion).
Diese beiden Herren spielen nicht nur Bluesrock, sie leben diesen – und das seit mittlerweile einem Jahrzehnt.

Ihr neues Album „Shake and Bake“, das nun in meinem Player läuft, strotzt vor robuster Energie.
Noch dazu in einem furiosen Sound, bei dem niemand schlechte Laune haben kann.
Es transportiert schnörkellos groovend, irgendwo im Umfeld von RL Burnside und der frühen Black Keys, gewürzt mit einem guten Schuß ZZ-Top, über die gesamte Spieldauer eine mitreißende Geschlossenheit und Stimmung.

Ich las, dass die zehn Songs allesamt in einem Van entstanden sind, und zwar als die Beiden wieder mal für längere Zeit auf dem Highway unterwegs waren. Ja, das passt.
Also, wer auf gute, saubere, ehrliche und handgemachte Musik steht, die ordentlich in dampfendem Sumpfwasser getränkt und mit überraschenden Highlights versehen ist, der wird diese CD lieben.
Einfach, weil sie glücklich macht und weil die Sägegitarre die Gedanken zum Tanzen bringt.

Oh ja, der energiegeladene, spröde Charme dieses Albums ist wahrlich eine Wohltat für diejenigen Ohren, die mittlerweile genug haben von dem immer gleichen massengeschmacktauglichen, einheitlichen Mainstream-Indie-Rock.
Es zeigt mit einem großen Maß an Authentizität und einem intensivem Flow, dazu mit rotziger Eindeutigkeit und verschiedenen Windstärken, wohin die Reise geht. Keine Frage.
Alles durchweg schön heiß gekocht.
Dazu trägt auch als Gast Jason Davis (organ) bei, der als der dritte Mann die Band hier komplettiert.

Und was ist jetzt mein persönliches Lieblingsstück?
Das ist gar nicht so einfach auszuwählen.
Aber ich entscheide mich für „The Waltz“, ein getragener, starker Track, der gänsehauterzeugend rau und organisch tönt und sich in puncto Lokalkolorit nicht lumpen lässt.
Dazu liefert er Lyrics, die realistisch, direkt und glaubwürdig sind.
In musikalischer Form beschert uns Joe Evans hier jene kontemplativen Augenblicke, denen man sich ab und zu widmet, um sich der tagtäglichen Hast zumindest kurzfristig zu entziehen und den Versuch zu starten, seine Gedanken zu ordnen.
Wie heißt es hier so schön:
„Everybody tell me man just pull out back – creep us slow keep that thing running – yeah it takes time to chase your dreams – better keep that thin strumming – gotta keep on running… keep moving on“.

Erwähnen möchte ich hier auf jeden Fall auch das Cover-Artwork im Comic-Stil, es zeigt eine zerfließende Torte mit elf Kerzen, dessen grüngesichtiger Hersteller, ein Zombie mit Kochmütze, offensichtlich nicht mehr so genau auf die Reihe bekommt, was er da eigentlich gebacken hat. Der Künstler hierfür ist der legendäre William Stout, der bereits für die Ramones, Fred McDowell und Iggy Pop tätig war.

Aufgenommen wurde die Platte – ganz „old school“ – analog von Jason Davis in seinem Fort Wayne’s Studio.
(…Rosie..)

Songliste:

1. Two Dollar Elvis
2. Shake And Bake
3. Smoke Keep Rising
4. Breaking You Down
5. Smooth Commander
6. Roll Me
7. Sweat Love To Shine
8. Mule Plow Line
9. The Waltz
10. Detroit House Party

Freddy J IV (guitar, vocals, bass)
Pete Dio (drums, percussion)
Jason Davies (organ)

Produced by Left Lane Cruiser und Jason Davis
Fotos: Left Lane Cruiser Facebook-Seite

https://de-de.facebook.com/leftlanecruiserband/

www.hart.de

Left Lane Cruiser in unserem Blog:

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