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Tinsley Ellis – Ice Cream In Hell

(hwa) „Ice Cream In Hell“ ist Tinsleys 10. Album (zumindest im Hinblick auf Alligator Records) und eines, das von vielerlei Stilen durchdrungen ist. Verblüffend: Wikipedia Deutschland hat keine Einträge über ihn. Das verstehe, wer will. Und schon gehört Ellis ganz automatisch zu den am meisten unterschätzten Bluesern überhaupt …

Tinsleys Gitarren und seine Begleitband geben auf „Ice Cream In Hell“ das Tempo für eine fesselnde Reihe von Songs vor. Alle 11 Songs stammen aus Ellis’ Feder. Energiegeladene Rocker, energetische Shuffles, Slowblues und zu Herzen gehende Balladen wechseln sich ab. Ellis leidenschaftlicher Gesang passt zu jeder Spielart seiner Gitarre und seiner Song-Performance.

Ok, denkt man sich, das habe ich doch so ähnlich auch schon Mal woanders gehört. Zum Beispiel bei Eric Clapton, Danny Bryant oder Stevie Ray Vaughan. Aber wie das nun mal auf dem Feld der Gitarrenhexer so ist: Die wirklich Guten spiegeln sich! Und man verwandelt sich zwangsläufig in einen fulminanten Durchlauferhitzer. Wie auch Tinsley Ellis.

Der hat viel gehört und gibt es auf seine Weise weiter. (By the way: Sollte Clapton eine weitere Charity-Folge seines „Crossroads Guitar Festivals“ planen, sollte Clapton Tinsley Ellis unbedingt einladen!)

Drei Tracks ragen für mich bei diesem Album besonders heraus: „Everything And Everyone“ (Track neun). Der spiegelt Carlos Santana pur (nur das Santana diesen Song nicht geschrieben hat) oder nehmen wir „Unlock My Heart“ (Track 10). Der evoziert bei mir sofort Stevie Ray Vaughan. Und dann noch Track 11 „Your Love’s Like Heroin“. Das ist dann Peter Green in Reinkultur. Steinerweichend! Dieser Song ist outstanding und ehrt Peter Green auf äußerst respektvolle Weise.

Tinsley Ellis präsentiert hier die gitarrenlastigste Veröffentlichung seiner Karriere. Sehr vielseitig und in vielerlei Hinsicht ein Blues-Highlight.

(Heinz W. Arndt)

Tinsley Ellis „Ice Cream In Hell“

Alligator Records 4997

Vertrieb: in-akustik

Spielzeit: 51 Minuten

VÖ: 31. Januar 2020

Tracklist:

01) Last One To Know

02) Don’t Know Beans

03) Ice Cream In Hell

04) Foolin’ Yourself

05) Hole In My Heart

06) Sit Tight Mama

07) No Stroll In The Park

08) Evil Till Sunrise

09) Everything And Everyone

10) Unlock My Heart

11) Your Love’s Like Heroin

The Band:

Tinsley Ellis – Guitars And Vocals

Kevin McKendree – Organ, Pianos, Rhythm Guitar On “Sit Tight Mama”

Steve Mackey – Bass

Lynn Williams – Drums And Percussion

Jim Hoke – Sax (1,5)

Quentin Ware – Trumpet (1,5)

Filed under: Album Reviews, Blues,

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