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SIMO – Let Love Show The Way

simofront(hwa) SIMO kommen über uns wie ein Orkan. Unverhofft und wie aus einer anderen Welt.. Dabei sind sie doch keine Aliens, sondern „einfach nur“ fantastische Musiker.
Indem sie auf Erden wie ein vom Himmel gesandter Durchlauferhitzer die Tugenden des Blues und R&B (die Sümpfe anyway), des ländlichen Southern Rock und der lärmenden Brit-Invasion psychedelisch verschmelzen und zu maximaler Güte veredeln…

Immer dann, wenn einen so etwas überkommt, läuft man Gefahr, zu übertreiben.
Um dem abzuhelfen, hier einfach nur die Fakten.

SIMO sind wie Cream oder die Jmi Hendrix Experience „nur“ ein Trio. Und: SIMO speist sich aus einem riesigen Fundus. Der umspannt Sonny Landreth ebenso wie The Grateful Dead und Stevie Ray Vaughan, The Allman Brothers Band und Gov’t Mule, The Jets und The Jimmy Bowskill Band oder ZZ Top und AC/DC.

Jawohl: auch AC/DC. Aber während die auf „It’s A Long Way To The Top“ einen hoffentlich waschechten Dudelsack zum Klingen bringen, traut sich JD Simo, es auf Track sechs „Long May You Sail“ auf seiner Gitarre dudelsackmäßig auszureizen. Das klingt einfach nur verblüffend authentisch.

JD Simo spielt auf allen Songs Duane Allmans 1957er Les Paul Gold Top – aber gerade die verströmt legendenhafte Grazie. Bemerkenswert, wie Simo sie einzufangen weiß.

simobackDer Rest ist nicht minder spektakulär: Jugend, Überschwang und die Gabe, über den Tellerrand von HipHop hinauszuschauen, macht die Band zu veritablen Statthaltern der Bluesgeschichte (Exakte Titelfolge siehe Scan)

Es ist dieser unglaubliche Drive sowie diese dem Blues verpflichtete Sorgfalt, die SIMO (immer vorausgesetzt, sie zerstreiten sich nicht!) hoffentlich auch zukünftig für uns bereithalten mag. Alle, die SIMO im Vorprogramm von Walter Trout im Dezember 2015 in Deutschland genießen durften, verstehen was ich meine.

Wie uns der „Waschzettel“ mitteilt, war das finished product ursprünglich gar nicht so vorgesehen gewesen. Die Band wollte eigentlich nur ihre angerissenen Kompositionen im Studio perfektionieren. Daraus wurde nix.

Man entschied sich im Rausch der Improvisation exakt das zu veröffentlichen, was im Studio live festgehalten wurde – und man nun bestaunen darf. Einschließlich „Stranger Blues“ als Opener, dessen mitentscheidende Hookline an „Tequila“ der Champs erinnert. Und nicht zu knapp! Aber was soll’s?
Wer klaut heutzutage eigentlich nicht?

Overdubs? Fehlanzeige.
Diesmal glaube ich dem Waschzettel – ausnahmsweise!

Eine solche bluesgetränkte Intensität, wie es Let Love Show The Way verkörpert, kann man nicht konstruieren. Also Jungs: bitte genau so weitermachen.

Traumhaftes Powertrio!

Gemeint sind:

JD Simo – Guitar & Vocals
Elad Shapiro – Bass
Adam Abrashoff – Drums

(Heinz W. Arndt)

SIMO “Let Love Show The Way”
Rough Trade / Mascot Label Group
13 Tracks
TT 68 min
VÖ: 29. Januar 2016
http://www.simo.fm

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