rockblog.bluesspot

musikalisches schreibkollektiv

The Steepwater Band – Shake Your Faith

steepwatercdRock / Blues / Americana aus Chicago

(ro) „Hey Folks! The Day is here! The new TSB album SHAKE YOUR FAITH has finally arrived! It’s available on Double 180 Gram LP, Compact Disc or Digital Download! You buy DIRECT from TSB/Diamond Day Records, or Cdbaby, iTunes, Amazon, or Google Play! “
So kündigen die vier bärtigen Herren aus Chicago ihr neues, wunderbar ballerndes Stück Musik an.  Und damit hat das Warten nun endlich ein Ende!

Aber…ist es denn wirklich schon vier oder gar fünf Jahre her, dass „The Steepwater Band“ ihr letztes Studioalbum veröffentlicht hat?  Höchst interessiert lese ich, dass das bisherige Trio, bestehend aus Jeff Massey (guitar and vocals), Tod Bowers (bass guitar) und Joe Winters (drums) mittlerweile ganz offiziell zu einem Quartett geworden ist. Eric Saylors (second guitar and vocals) heißt der „Neue“.

Eine gute Wahl, so finde ich, denn die der Band eigene Kombination aus frühem British-Bluesrock, kombiniert mit einem modernen, ungebügelten und rockigen Sound, wird durch Eric Saylor`s perfekte Gitarrenarbeit dichter, knackiger und auf den Punkt vervollkommnet.
Ja,  vier bestens aufeinander abgestimmte Leute präsentieren hier einen Sack voller Hits, die dem Hörer/der Hörerin geradewegs ins Gesicht springen. Staunend lese ich, dass dieses Album in nur 11 Tagen in den Crushtone-Studios, gelegen am Erie-See, aufgenommen und gemixt wurde.
„What better circumstances to record in?“ erzählt Eric Saylors,  „There weren’t any outside distractions!“

Da ist wohl wahr. Die unleugbare Siebziger-Aura des Albums rollt und rockt sich ohne Umschweife direkt in die Gehörgänge. Und das voller Leidenschaft, Tiefgang und Inbrunst.
Mit einer großen Kelle wird hier aus den Eimern Rock, Blues und Americana, zusammen mit einer Prise Country, Southern  und etwas Folk  eine energetische Mischung voller Atmosphäre gemixt.

Schon der Opener „Shake Your Faith“ jagt mit einem rumpeligen Affenzahn durch die staubigen Wüsten der United States Of America. Rough and straight forward.  Oh ja, damit kommen die Jungs gleich zu Beginn druckvoll grabend zur Sache. Das ist ein im Sound und Riffing raubeiniger und mit einer guten Menge Pfeffer gewürzter Lichtstreif, ein wie vom Dampf umgebenes unverwaschenes Leuchten.

Insgesamt ist das für mich eine der Stärken des gesamten Albums, dass die präsentierte Musik ein  „immer auf Achse sein“ assoziiert,  so als würde die Band in einem abgetakelten, schrammeligen Van über endlose Highways das Land durchqueren.
Und als säße man als Hörerin im Fond, ließe sich den heißen, staubigen Wind um die Nase wehen, während vom Wegesrand allerlei musikalische Traditionen der Hippies, Stoner und Slacker aufgesammelt werden.
Dies alles ergibt dann einen stampfenden Soundteppich inklusive einem Bass, der noch Stunden später fest im Bauch sitzt, einem mitreißenden Twin-Gitarrenspiel und dazu einem ans Herz greifenden, authentischen Gesang.
Ja, manchmal braucht man genau das. Insbesondere dann, wenn man mehr oder weniger in den Seilen hängt und einfach mal ein bisschen Ablenkung braucht, um den Kopf wieder frei zu bekommen.
Und dann kommt natürlich noch mehr. Keine Frage.

Elf Songs haben die Herren hier im Angebot, ohne dabei von der Verve und Dynamik des Ganzen abzuweichen. Im Gegenteil. Wie „The Steepwater Band“ ihrem Roots-Rock Mal für Mal eine starke Melodie verordnen, imponiert mir sehr.

steepwaterband

Der meiner Meinung nach schönste Song des Albums ist fast am Ende versteckt. Schon beim ersten Durchlauf entpuppt sich der Track Nr. 10,  „Last Second Chance“ als mein persönliches Highlight.
Eine Halbballade, fokussiert und kompakt, dennoch mit leichter Hand gemacht, dazu vollkommen frei von dudeliger Gefühlsduselei oder irgendwelchen überflüssigen Spielereien.
Gepackt ist alles in einen gitarrenschwangeren, sehr warmen und eindringlichen Siebziger-Sound.
Ja, so mag ich das. Genau so.

Also, ich bin beeindruckt und hätte jetzt natürlich auch gern die angekündigte 180g Vinyl-Ausgabe von“Shake Your Faith“, denn solche Musik braucht einfach das Echte und Wahre, sprich: einen Plattenspieler.
Oh ja, dieses Album macht Laune, es hat Substanz. Mehr kann man sich von Musik nicht wünschen! …(Rosie…)

Songliste:
1.) Shake Your Faith  //  2.) Mama Got To Ramble  3.) Be As It May  //  4.) Break  //  5.) Bring On The Love  6.) Jealous Of Your Way  // 7.) I Will Never Know  //  8.) Walk In The Light  //  9.) Gone Goodbye  //  10.)  Last Second Chance  //  11.)  Ain’t Got Love

*

Wer die Band gern live sehen möchte, kann dies zum Beispiel an folgenden Terminen tun:

TSB Shake Your Faith European Tour 2016 (Auszug)

May 11 Herzogenbuchsee, Switzerland – Altes Schlachthaus
May 12 Luzern, Switzerland – Bruch Brothers
May 13 Offenburg, Germany – Spitalkeller
May 14 Singwitz, Germany – Kesselhaus
May 15 Weert, Holland – De Bosuil
May 16 Norderstedt, Germany – Musicstar
May 17 Braunschweig, Germany – Barnaby’s
May 19 Chorzow, Poland – Chorzowskie Centrum Kultury
May 20 Olomouc, Czech Republic – Bounty Rock Café
May 21 Reitwein, Germany – Heiratsmark

Album Art by Chad Wells

http://www.steepwater.com/

 

Einsortiert unter:Album Reviews, Blues, Rock, , , , , , , , , , , , , ,

April 2016
M D M D F S S
« Mrz   Mai »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Unsere Facebookseite

Link zu unserem You Tube Kanal

Bluesrock Tegelen am 02.09. 2017

Brainstock Generator Party im Band-House Düsseldorf Reisholz am 09.09.17

Storm Crusher Festival O´Schnitt Halle Wurz vom 14.09-16.09.17

Magnificent Music Festival am 06.+ 07.10. in Berlin und Jena

Gov´t Mule Fall Tour in Germany

Light Town Blues Eindhoven 03.11.17

Helldorado – The Incredible Rock & Roll Freakshow Klokgebouw/Eindhoven 18.11.17

Fuzzfest Wien am 24. + 25.11.17

Diese Artikel werden gerade gelesen:

%d Bloggern gefällt das: