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Danny Bryant – Blood Money

danny(hwa) Dieses Album ist Bryants viertes bei Jazzhaus Records und sein elftes weltweit. Blood Money wurde wieder von Richard Hammerton produziert. Der weiß mittlerweile, was Danny braucht. Bryant ist sozusagen der Mann für’s Gefühl. Er beherrscht die Balance zwischen herzergreifenden Balladen und Mid-oder Uptempo-Nummern wie ein vom Himmel gesandter Zeremonienmeister. Die Grenzen verschwimmen, Bryant ist ist der King im Ring und legt ein überragendes Album vor…

Die enorme Bandbreite seiner Performance (herausragend sein Flageolettspiel, seine Sustain-Effekte, sein Slidegefühl oder seine Wah-Wah-Einsprengsel) dokumentiert sich nicht zuletzt auch an seinem Gitarren-Equipment. Diesmal standen ihm eine 2014 Gibson Firebird, Epiphone Sheraton, 2012 Gibson Les Paul Standard Gold Top, sowie seine „eigene“ Fret-King DBR (= Bryants Signature Model) plus eine Überraschung (siehe unten) zur Verfügung. Und selbstredend die passenden Amps.
Jeweils zu switchen und bei jedem Song das Optimale herauszuholen, ist Bryant und Hammerton offensichtlich in Fleisch und Blut übergegangen.
Mit »Blood Money« nahm Bryant ein Album auf, das eine introspektive Rückkehr zu seinen Wurzeln widerspiegelt. „On The Rocks“ ist eine Huldigung an Albert Collins, „Holding All The Cards“ an Jimmy Reed, während „Unchained“ an legendäre Stax-Alben von Albert King erinnert.
Walter Trout und Bernie Marsden sind als Special guests mit von der Partie. Sie fügen sich als lebende Legenden nahtlos in obige Reihe ein.
Der Titeltrack »Blood Money« wurde von Danny Bryant schon vor Jahren geschrieben, aber der Song wartete offensichtlich auf den richtigen Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Schon beim Komponieren hatte Bryant Walter Trout als Partner im Kopf. Den hatte Danny im Alter von 14 Jahren dank der Hilfe seines Vaters (der in den Anfangsjahren von Dannys Band genau dort Bass spielte) bei einem Konzert kennengelernt. „Ich bin wirklich begeistert, dass Walter sich bereit erklärt hat, die Gitarre einzuspielen. Es ist eine Ehre für mich und das Ergebnis ist wirklich atemberaubend“, sagt Danny aktuell dazu.
Der zweite Gastbeitrag stammt ebenfalls von einem All-Time-Guitar-Hero Dannys, nämlich Bernie Marsden. Während der aktuelle Aufnahme zu „Just Won’t Burn“ bekam Bryant zusätzlich die Möglichkeit, Marsdens 1959-Les-Paul-„The Beast“ zu spielen. Das Ergebnis spricht ebenso wie der Titelsong für sich. Diese Titel adeln das Album.
Da schließt sich doch der Kreis, oder?
Dieses Album steht für wahrhaft bluesintensive Nachhaltigkeit.
Dennoch ist für mich (neben „Master Plan“ und den oben genannten Titeln) Bryants philosophischer Ansatz in „Slow Suicide“ mein persönlicher Favorit.
Darin sinniert Bryant über das Leben. Aber er zitiert „Carpe Diem“ nicht direkt, sondern versucht es im Sinne eines Bluesmanns zu formulieren:
„The Life ( …) It’s A Slow Suicide
You Gotta Live While You Alive”
Da ist viel Wahres dran.
In diesem Sinne!

(Heinz W. Arndt)

Beteiligte Musiker:
Danny Bryant (Guitar and vocals)
Alex Phillips (Bass)
Dave Raeburn (Drums)
Richard Hammerton (Keys & backing vocals plus Produzent)
Special guest on “Blood Money”: Walter Trout (Guitar and vocals)
Special guest on “Just Won’t Burn”: Bernie Marsden (Guitar)

Danny Bryant „Blood Money“
Jazzhaus Records (JHR 120)
10 Tracks
TT 49 min
Jazzhaus Records, 2016

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November 2016
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