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Mouth – Vortex/ Release Party am 19.5.2017 Köln, Tsunami

(KiS) Eine Kölner Nachwuchsband? Natürlich bearbeite ich das. Und wie es so kommt, höre ich an diesem Morgen erstmal Pretty Things. Ein Zufall? Und ja „nachwüchsig“ ….mmmhh, Band existiert seit 2000, also ist jetzt 17… geht bei mir als unter 18 noch so als jugendlich durch. Album Review, Liveauftritt und Fotoreportage, das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Schon beim ersten Ton stellen wir fest, dass unser Spaceshuttle abhebt, in dem wir sitzen. Spontaner Eingebung folgend möchte ich „Flash! Ahaaaahh!“ rufen. Mich überkommt eine starke Anwandlung, diesen herrlichen Fantasy-Movie auf Youtube zu suchen. Hab ja auch genug Zeit bei 16:36 min, die dieser erste Song uns durch die Galaxien, vorbei an den Planeten Funkschwurbel, Sleepwalker und Peril führt. Gesangeinsätze wie aus dem weitenfernen Mund der Götter bei verzerrtem Funkkontakt. Nr 3 oh yeah, orgelt und knödelt mit original Hippie Feeling daher, hier sind wir jetzt mit der Zeitmaschine absolut in die 70s zurück gerauscht, ! 4. America, Ventura Highway, wir moven die Route 66 runter – das „Hair“ flattert im Wind, die Aufnahme hört sich auch an wie ein alter, leicht knisternder Film, mal gespannt ob die Herren mich aus dem düsteren Tsunami noch mitnehmen werden auf diesen Roadtrip. Weiter auf dem Highway noch etwas weiter in die späten 60s, A Whiter Shade Of Pale on Speed und Happy Pills, Ich sitze in der Zwischenzeit im Renault4 auf der Rückbank und fahre im Super8 Video meines Vaters in die Sonne Andalusiens. Ja, verträumt geht’s auch weiter, no words needed. Und im Epilog? Trainspotting! Die Platte entlässt mich in melancholischer Stimmung und gespannter Erwartung auf die Live- Performance zur Veröffentlichung von „Vortex“. Schätze mal, es wird kaum ein Effektgerät geben, dass heute Abend nicht auf dem Boden steht. „Pathetic Earthlings… Who Can Save You Now?“

Band: Chris Koller: Gesang, Gitarre, Keys / Nick Mavridis: Schlagzeug, Keys / Gerald Kirsch: Bass

Cover: Bastian Tröger war am Decksteiner Weiher unterwegs.

Schublade: Garage-Kraut-70s Progressive Rock, Retro Rock, Noise.

Tracklist:

  1. vortex
  2. march of the cyclopes
  3. Parade
  4. mountain
  5. into the light
  6. soon after…
  7. epilogue

Sexinessfaktor: Orale Entspannung.

Tsunami, ca.21 Uhr geht’s los: Hier greife ich nochmal das Thema Nachwuchs auf. Die jüngste Zuhörerin war ca. 6 Jahre, der Teenager Anteil war hoch – besser kann Frühförderung in Sachen Musik doch nicht aussehen, oder? Auf der kleinen Tsunami Bühne wird nun aber richtig gerockt – ehrlich, ich rate zu einem Live-Album als nächstes Projekt! Vor Ort wirken die Songs mit mächtig mehr Power, etwas weniger flugfähig, dafür mehr tanzbar. Den Fels in der Brandung gibt Gerald, der auf den Punkt den Mouth-Herzschlag vorgibt. Nick am Schlagzeug gibt den wild-verschwitzten Part, eine wahre Freude zu sehen, wie er „Pemier“ beknüppelt oder mit gefühlvoller Inbrunst Stickende und Keyboards zum Tönen bringt. Mittelpunkt und vielbschäftigt: Christian, der nicht nur in jede Menge Tasten haut, singt, screamt und schmeichelt, sondern auch die Gitarre bearbeitet. Nach Set 1, das hauptsächlich die neue Scheibe beinhaltete, gabs nur eine Miniverschnaufspause, gerade genug um Bier zu erwerben, aber keine Zeit es in den Mund zu kippen.Weiter mit Set 2 und dem noch längst nicht müden Trio. Hier auch wieder Abwechslung von mehr psychlastigem Material und härteren Rock-Anteilen. Verbundenheit zum Hippietum in familiärer Atmosphäre ist gegeben, das Tsunami voll und kuschelig. Das Publikum erjubelt Zugabe – also wird kurzerhand eine Wiederholung aus Set 1 zum Besten gegeben. Zum Abschluss gibt es dann Flower-Power und es kann noch betrunken getanzt werden. Eine sehr gelungene Release- Party, yeah!!! (Kirsten)

 

https://mouthprog.bandcamp.com/album/vortex

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