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Alice Cooper & Thunder – Sparkassen Arena – Aurich – 20.11.2017

(MH) Alice Cooper, die Ur-Ikone des Schock-Rock gab sich zum Ende des Jahres 2017 erneut auf Tournee um sein superbes, abwechslungsreiches Meisterstück „Paranormal“ live zu zelebrieren. An diesem Montagabend dank Marema als Konzert-Veranstalter sogar in der Provinz im Hohen Norden: in Aurich, Ostfriesland. Die „Rote Karte“ muss definitiv den ostfriesischen Metal-Freaks und Konzertgängern gezeigt werden: Der Event war längst nicht ausverkauft. „Da jammern se immer, hier oben, dat Nix los is und wenn so nen Kult-Star kümmt jehn se doch nich hin“… BUUUHHHH!

Thunder durften als spezieller Gast die BRD-Tournee bestreiten. Danny Bowes – Vocals, Luke Morley – Guitars, Harry James – Drums, Ben Matthews – Guitars & Keyboards, Chris Childs – Bass sind ja wirklich eine der super Hard- & Classic-Rock-Bands aus England! Luke & Ben sind auch ein gigantisches Gitarren-Duo: vor allem live und Danny hat immer noch die charismatische, vor Kraft strotzende Stimme auf der Bühne. Aber irgendwie war dies leider nicht der Montag-Abend der sympathischen Engländer. Das kurze Repertoire mit 5 Stücken enthielt zu viele Balladen und es kam keine richtige Granaten-Atmospähre auf. „Low Life In High Places“ als Super-Ballade war zwar der musikalische Höhepunkt, die Jungs haben so viele Dampfhammer Songs, nächstes Mal also eine andere Set-List mit zum Beispiel „Backstreet Symphony“.

Nachdem das Arena-Hallen-Licht komplett ausging wurde der riesige Bühnen-Vorhang mit den Augen von Herrn Cooper im Spinnen-Design blau-grünlich angestrahlt.
Punkt 21.15 Uhr fiel dieser und das „Spend The Night Intro“ erklang mit der Ansage – „It’s Too Late Now“ (nun ist es zu spät…) Als die Band die ersten Töne von „Brutal Planet“ intonierte und unter gigantischen Gold-Magnesium-Pyro-Regen Vincent Damon Furnier a.k.a. Alice Cooper die Bühne betrat und seine männlichen und weiblichen Freak-Devoten begrüßte brandete Donner-Hall Jubel auf. Er zog diese sofort in seinen Bann.
Stimmlich war er exzellent drauf und sehr kraftvoll. Seine phänomenale Band mit der Gitarren-Armada Ryan Roxie; Nita Strauss; Tommy Henriksen und das Power-Rhythmus Duo Chuck Garric am Bass und Glen Sobel on drums legten fulminant los. Das Bühnen-Licht war sehr kreativ, der Meister fast tag-hell angeleuchtet, als würde er in der Arena Golf spielen wollen, haha… Die Props auf der Bühne mit mehreren Schock-Puppen und in einer Schatzkiste eine als Clownin verkleidete Assistentin, die Alice zu jedem Lied die Requisiten oder neue Jackets reichte… Ein klasse Lied jagte das Andere, als zweites „No More Mr. Nice Guy“ und im weiteren Verlauf als erster Höhepunkt „Billion Dollar Babies“.
Nach „Woman Of Mass Destruction“ folgte die Shred-Gitarren-Orgie von „Hurricane Nita“.
Die Power-Frau hat absolut was drauf und ist von der Axt-Artistik und virtuosen Spieltechnik sogar noch besser als Ihre Vorgängerin Orianthi.
Beim anschließenden Über-Hit „Poison“ flippten die Metalheads komplett aus und die Sparkassen-Arena wurde zum Horror-Toll-Tempel.
Sobel demonstrierte seine Trommel- und Cymbal-Spiel-Technologie bei seinem Solo bei „Halo Of Flies“. Der Mann ist wahnsinnig gut und spielt definitiv in der obersten Liga der klasse Trommelwirbler. Der Show- und Gänsehaut-Musik-Höhepunkt folgte bei der Balladae „Only Women Bleed“. Sheryl Cooper als hatte nun Ihren „Großen Auftritt als Nurse Rosetta.
1.000.000 mal ist Aloisius schon hingerichtet worden mit der Guillotine, es machte aber wieder riesigen Spaß diese bei „Killer“ erneut bei der Zelebration zu sehen.
Mit „I’m Eighteen“ wurde das Set-Repertoire beendet.
Furioser Jubel ließen den Maestro und seine Band erneut die Bühne erklimmen um mit dem Kult-Klassiker „School’s Out“ die Show zu beenden. Der Degen und die Luftballon-Berst Aktion durfte nicht fehlen… Herr Furnier hatte wieder alle Jünger und die Metal-Freaks glücklich gemacht!

Alice Cooper live ist und bleibt eine Horror-Rock Kult-Figur!

Einziger Wermutstropfen, wenn überhaupt, war, dass Cooper seine OG’s (Original Guys – Original-Mitglieder“ mit Neil Smith am Schlagzeug, Mike Bruce an der Axt und Dennis Dunaway am Bass nicht wie in England bei der Deutschland-Tournee dabei waren…

Danke an Marema und Anika Meinen für die Akkreditierung!

Markus Hagner

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