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Blues Peer – Day 2 – 14.07.2018 – Peer (Belgien)

(mh) The Ragtime Rumours – Gewinner der Dutch Blues Challenge 2017 und Teilnehmer an der International Blues Challenge 2018 in Memphis zogen mit Ihrer elektrisierenden Mischung aus Blues, Ragtime, Singer/Songwriter und Country-Folk die Freaks in Ihren Bann und zelebrierten zur Eröffnung von Tag 2 von Blues Peer 2018 eine grandiose Mittags-Messe.

Mudvibe, die belgische National-Star-Kombo um Big Dave Reniers, Henk Van der Sypt, Luke Alexander, René Stock en Steve ‚Dynamite‘ Wouters entführten die Fans danach nach „Deep Down Delta-South“. Big Dave hat nicht nur eine imposante Figur, der Mann glänzte mit einer Power-Stimme und -Harp-Soli. Klassiker, wie „I Just Want To Make Love To you“ von Willie Dixon, oder „Who Do You Love“ von Bo Diddley sorgten für Granaten-Stimmung.

Band Of Friends spielten natürlich die Songs des unsterblichen Rory Gallagher. Gerry McAvoy und Ted McKenna waren ja langjährige Weggefährten von Ihm. Doch die Band ist einfach mehr als eine Tribut-Band. Erstens hat man mit Marcel Scherpenzeel einen herausragenden Gitarrero, zweitens hat man ja mittlerweile auch eigene Songs, wie „Homeland“ und spielt Klassiker wie „Shadow Play“ individuell. Absoluter Höhepunkt war der Jam tituliert mit „A Little Blues Thing“, was für ein Ohren-Schmaus! )

Layla Zoe, die kanadische Blues-Diva kam vor allem mit Ihren Blues-Rock-Nummern wie „Breaking Free“ beim Publikum exzellent an. Layla hat einfach eine magische Stimme, vor allem live und Gitarrist Jan Laacks steuerte seine virtuosen Gitarren-Soli dazu bei. Layla glänzte aber auch als Geschichten-Erzählerin, was Sie mit der eindrucksvollen Ballade „Sweet Angel“ im Gedächtnis an Ihre verstorbene Freundin Marsha live bewies.

Als die 12 Mann- Band und die 3 afro-amerikanischen Background-Sanges-Grazien das Intro zu „Sweet Soul Music“ intonierten und Little Steven, a.k.a. Steven Van Zandt, mit Hippie-Flair Kopf-Tuch und Schal bekleidet die Bühne betrat ging sofort die Post ab und die Freaks wurden in die „Good Old 70*ies “ retro-versetzt, mit dem musikalischen Elixier aus Rock, Funk, Soul und Blues. „Soulfire“, der Titel-Track des aktuellen Albums wurde von Steve voller Inbrunst und Stolz zelebriert. Gitarristisch duellierte er sich des öfteren mit seinem Counterpart Marc Ribler. Die Bläser-Sektion bot ein Fest für die Ohren dar bei deren Soli. Steve huldigte auch den „Godfather Of Soul“ Mister James Brown bei „Down & Out In New York City“. Leider gesellte sich Southside Johnny, der an diesem Abend beim Bospop nicht weit entfernt gastierte, nicht zum Duett bei „I Don’t Want To Go Home“ bei seinem Song mit zum Duett auf die heilige Bühne. Little Steven hätte noch bis zum Morgengrauen bei soviel Passion weiterspielen können, doch mit dem U2-Cover „Out Of Control“ war finito. Little Steven & The Disciples Of Soul waren der grandiose, musikalisch explosive High-Light-Hammer vom zweiten Tag bei Blues Peer!

Sir Van Morrison elektrisierte danach mit seiner besonderen Stimme, aber auch als Multi-Instrumentalist am Saxophon, Blues-Harmonika, Piano oder der Gitarre. Er hatte exzellente Musiker wieder in seiner Band, allen voran David Keary an der Gitarre und Paul Moran am Keyboard. Evergreens wie „Browned Eyed Girl“, „Ride On Josephine“ wurden fast schon zu perfekt intoniert. Mein persönlicher Stage-Favorit wurde aber „Roll With The Punches“. Bei „Help Me“ gesellte sich noch der Co-Headliner des dritten Tages Mitch Woods am Piano auf die Bühne. Van verabschiedete sich ohne Worte, mit seinem Schmunzeln während der Titel manifestierte er aber, dass Ihm seine Show und die Spektatoren plaisierten. Die Fans von Blues Peer 2018 waren von „Van The Man“ Morrison als musikalischem Superstar auf jeden Fall begeistert.

Kenny Neal aus New Orleans schaffte es danach sofort mühelos mit seiner charismatischen Stimme, Gitarren- und Harp-Soli und hypersympathischen Art die Flamme der Begeisterung zu entfachen. „Laissez Les Bons Tempos Rouler“ – Stimmung war angesagt, bei Blues-Hits, wie „I Got My Mojo Working“. Der Grammy-Gewinner mit seinem Album „Bloodline“ hatte eine klasse Band dabei, vor allem mit seinen Brüdern Frederick Neal an den Keyboards, Darnell Neal am Bass und Bryan Morris an den Drums. Das Zelt wurde zum Tollhaus bei „Oh When The Saints Go Marching In“. Der Refrain wurde höllisch laut mitgesungen und Kenny dirigierte die Fans hautnah im Foto-Pit. GroßartigerParty-Abschluss von Blues Peer 2018 – Tag 2!..(markushagner)

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