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Samavayo – Pāyān

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(KiS) Und schon wurden meine Aufrufe erhört! Die schon im März, auch noch als Geburtstagsgeschenk für Behrang Alavi (!) bei Noisolution erschienene Platte Payan, steht mir am Ende doch zur Verfügung! Na dann ma rinnjehört in das Scheibchen des Berliner Trios.

Band: Gitarre, Gesang – Behrang Alavi *Schlagzeug, Gesang – Stephan Voland *Bass, Gesang – Andreas Voland
Gästen im Studio : Igor Sydorenko (Stoned Jesus), Tommi Holappa (Greenleaf, Dozer), Nick DiSalvo (Elder) und Willi Paschen (Coogans Bluff)

Schublade: Stoner Rock, Heavy Psych

Artwork: Kiryk Drewinski, der quasi visionär Panzer und Totenschädel gekonnt in Szene setzt.

Payan, sagt der Perser, das Ende. Kurzer Schreck, hört sich ja an, als wollte die Band hier nach 22 Jahren etwas einläuten…aber nein. Das Gegenteil ist der Fall. Beste Zeiten sind angebrochen. O-Ton: „Unser Sound war von Grund auf noch nie so klar wie auf diesem Album. Man kann durchaus sagen dass wir nach 22 Jahren endlich unseren Sound gefunden haben.“

Und da stimme ich zu. Gerade den Live-Beweis zu Gemüte geführt beim Desertfest Berlin. Die Jungs strotzen nur so vor Energie und Spielfreude. Spielfreude trotz, der doch schwierigen Thematik, dem sich das neue Album widmet.

  1. Zuerst dem Ende der “ guten“ Zeiten in Afghanistan. Obwohl die Lage zum Zeitpunkt der Aufnahmen sicher prekär, aber noch nicht so endgültig Verburkat war wie jetzt.  Jetzt, im Jahr 1441 nach der Hidschra, bedeutet für uns: noch vor dem Zeitalter der Reformation. Seufz. (Gitarrensolo: Nick Di Salvo)
  2. Ganz eindeutig aus dem Schützengraben. Mega Kyussiger-Bass, da geht der Punk ab. DA is nix mit kleiner Nackenmassage, das ist Ganzkörper- Crowdsurf- Animation. Mein altes Grunge-Ohr fühlt sich auch an frühe Incubus-Melodeien erinnert. ( Gitarren-Solo: Tommi Holappa).
  3. Der Titelgeber der Platte wird im Booklet auf persisch niedergelegt. DA kann man am Ende nur sagen- ein Gänsehaut-Burner ! Me like. Erstaunlich perfekt passt der etwas predigende Gesang mit heavy Riffing zusammen. Nach einem Gedicht von Hossein Alavi. Natürlich wirft hier eine Namensgleichheit Fragen auf. Merken für nächstes Interview: Nachhaken!  خیلی ممنو
  4. Ja, es passt (leider) viel zu gut: the signs we could have seen if we just wanted to regret. Wer hat aus der Geschichte gelernt- ? Wo sind wir jetzt…ein Aufruf.
  5. Tja. Die Prophezeiung. Wir starten ganz am Anfang, als alles Leben den Meereswellen entstieg. Oder war es doch Lehm, Wasser und eine Rippe? In Lichtgeschwindigkeit hat sich die Menschheit ihrem Abgrund genähert. Sind wir noch im Zeitalter des Wassermanns? Sind 2160 Jahre schon vorbei? Werden nur Fische und Kakerlaken überleben?
  6. Ich mutmaße ich liege richtig, wenn ich mit : Scheidung übersetze. Auch hier verbirgt sich Text auf persisch. Nicht ganz so wuchtig wie Payan, verzaubert aber ebenfalls mit dezenter orientalischer Note. Im Ursprung ein Pop Song der iranischen Sängerin Googoosh.
  7. Nun wirklich, das Ende. Aber nur der Scheibe, die man beliebig oft wieder zum Anfang zurückschrauben kann. Gemacht für Dauerschleife und Bühnen dieser Welt. Siehe unten, Juli und August stehen noch auf dem Zettel ! Ein krachendes Ende, bei dem geballte Wucht und Power des Samavayo Trios herauskotzt, herausschreit. (Gitarrensolo: Willi Paschen).

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Tracklist
01.  Afghan Sky
02.  Shot Shot Shot Shot
03.  Payan
04.  Transcend! Exceed!
05.  Prophecy
06.  Talagh
07.  The Mission

Filed under: Album Reviews, Heavy Rock, Psychedelic, Stoner, ,

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