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Crippled Black Phoenix & Se Delan – Oh’Ech-oes

Crippled(Ch) Was läuft? „Crippled Black Phoenix“ aus Bristol haben Pink Floyds Album „Meddle“ gecovert. Diese Aufnahme zog sich über knapp ein Jahr hin, das Ergebnis ist nichts anderes als sensationell. Justin Greaves weiß, wie der Hase läuft. Er gilt als der Multiinstrumentalist und seit Jahren als sicherer Garant für den guten Geschmack.
Mit der aparten Schwedin Belinda Kordic (Killing Mood) geht Greaves jetzt mit dem Gemeinschaftsprojekt Se Delan ans Eingemachte, versetzt auf „Oh’Ech-oes“ die Harmonien mit einem gerüttelt Maß an Tiefgang und Weitenschärfe neu wie es Pink Floyd vorgemacht hat.
Das alles klingt aufgrund der überwiegend verwendeten analogen Sounds herrlich und authentisch, erzeugt so manch weltentrückte Stimmung und dürfte für die Romantiker unter uns der perfekte Soundtrack für Abende mit feuerrotem Sonnenuntergang sein. Vorausgesetzt, der/die Liebste ist im Arm, der Wein gut gekühlt und das mitgebrachte Obst taufrisch. Viel mehr braucht man im Sommer nicht. Eingeleitet werden die zwei Parts mit kurzen Statements der Band-Mitglieder zu dieser Musik und dem, was sie dabei empfunden haben.
Mit 37:47 Minuten sind die Parts zusammen gut fünfzehn Minuten länger geworden.
Die ausschweifenden Instrumental Passagen stehen dem Original in nichts nach, fantastisch neu interpretiert mit einfühlsamen Feeling.

Das Original-Album „Meddle“ wurde am 30. Oktober 1971 in den USA und im November in Europa veröffentlicht. Der psych-experimentelle Anteil ist gegenüber den Vorgängeralben sparsamer eingesetzt. Die Klangexperimente im Mittelteil von „Echoes“ verweisen jedoch auf die Vorgängeralben „A Saucerful of Secrets“ und Ummagumma“.

Pink_Floyd-Meddle

 

 

 

 

 

 

Das von allen vier Mitgliedern geschriebene „Echoes“ ist das Finale des Albums „Meddle“. Das Stück läuft über eine Länge von 23:31 und belegt die zweite Seite der Ausgabe des Albums auf Vinyl vollständig. Die Komposition wurde aus verschiedenen Fragmenten zusammengesetzt. Sie wurde auf dem Film „Live At Pompeii“ als Anfang und Ende gespielt. Roger Waters erzeugt auf seinem E-Bass mit einem Bottleneck durch gleichmäßige Kreisbewegungen gespenstisch heulende Klänge, während Gitarrist David Gilmour mittels umgekehrt angeschlossenem Wah-Wah-Pedal kreischende, an Möwenschreie erinnernde Laute erzeugt, die als seagull effect (dt. Möwen-Effekt) bekannt wurden. Richard Wright ist nur leise hörbar mit seiner Hammond-Orgel die entweder mit einem Lautstärke-Pedal gekoppelt war oder deren interner Lautstärkeregler während des Spielens bedient wurde.

Mit „Oh’Ech-oes“ ist „Crippled Black Phoenix“ definitiv ein großer Wurf gelungen. Die drei ausschweifende Melodien, ein warmer, weicher Sound, instrumental des Öfteren so reduziert, wie man diese Band so noch nie gehört hat; es ist dabei magische Musik entstanden, die das große Werk von „Pink Floyd“ sehr gut rüber bringt….. (Charly)

Erscheinen sollte sie am 14. Juli als Vinyl in limitierter Auflage von 500 Stück weltweit! Alle Exemplare sind einzeln nummeriert. Die Erstauflage war aber defekt – die LP wird neu gepresst. Liefertermin ist für September geplant.
Auch als CD erhältlich via Clearview Records.

Tracklist:
1. Echoes Pt. 1 (19:27)
2. Echoes Pt. 2 (13:11)
3. Childhood’s End (5:09)

https://riseupandfight.bandcamp.com/album/ohech-oes-2

Band

 

 

 

 

 

 

Line-up:
Justin Greaves – drums, percussion, guitars, bass, keys, ebow, bells, saw, electronics, Kaos, vocals
Mark Furnevall – synth, Hammond, melotron, vocals
Daniel Änghede – guitars, vocals
Daisy Chapman – piano, keyboards
Belinda Kordic – vocals

Diskografie:
Studioalben
A Love of Shared Disasters (2007)
The Resurrectionists (2009)
Night Raider (2009)
(Mankind) The Crafty Ape (2012)
White Light Generator (2014)
EPs
I, Vigilante (2010)
No Sadness or Farewell (2012)
Oh’Ech-oes (2015 – mit Se Delan)
Live
Poznan 2011 A.D. (2012) LP
Live Poznan (2013) CD

Compilations
200 Tons of Bad Luck (2009)
Bisher nur digital verfügbare und herunterladbare Diskografie
Extra Tracks (ab 2009)
Live at Burg Herzberg Festival, 2011 A.D. (2012)
Live in Bern 2012 A.D. (2012)
In A Cave (Live 2014 A.D.) (2015)

LP

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