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The Electric Family – The Long March

(hwa) Diese Formation ist einzigartig in Deutschland. Sowohl vom Bandkonzept als auch von der stilistischen Vielfalt her. Im vergangenen Jahr feierte die Band ihr 20jähriges Bestehen und legte parallel mit „Terra Circus“ ein mit viel Kritikerlob flankiertes Album vor. Auch ich war begeistert (hier nachzulesen). Aufgrund der positiven Rückmeldung vieler Fans beschloss Bandgründer Tom „The Perc“ Redecker zwischen der Produktion eines brandneuen Albums (V.Ö. vermutlich noch in diesem Jahr) aktuell eine „Best Of“-Compilation einzuschieben. Und die strahlt…

Enthalten sind Titel der ersten vier Studioalben „Family Show“, „Tender“, „Ice Cream Phoenix“ und „Royal Hunt“. Wir vernehmen den so typischen Electric Family Sound quasi wie durch ein Brennglas. Deren Mix aus Psychedelic, Space Rock, Progressive Rock, Krautrock, Folk- und Hardrock entzückt die Kritiker nach wie vor. Der lockere Bandverbund mit befreundeten deutschen Rockmusiker/Innen ist legendär.

Diese Compilation wartet mit zusätzlichen Delikatessen auf. Zum Beispiel damit, dass Neil Young exklusiv zu hören ist (ursprünglich schon auf dem „Tender“-Album erschienen). Es handelt sich dabei um den Ausschnitt eines Interviews, das Dr. Fritz Werner Haver in den 90er Jahren mit Neil Young führte. In „Morro De La Cruz“ (= Part B of „Betancuria“, Track 5) spricht Young über das Stadt- und Landleben und bricht selbstredend eine Lanze fürs Land. Youngs Statement wird kongenial von einem mitreissenden Instrumentalpart der Electric Family flankiert.

Dann gibt es mit „The Inca Cosma Fudge“, der limitierten 7-inch-Vinylsingle, den Genuss, diese Single digital in Gänze zu hören (8:18), anstatt sie auf dem Plattenteller mit Fadeout umdrehen zu müssen. Ok: Vinylliebhaber nehmen das selbstredend in Kauf. Und mit „Operation Stardust“ (Cockpit Edit) – ihren gesuchten Beitrag zu der 2006 erschienenen Compilation »45 Years Perry Rhodan« – endet diese grandiose Werkschau.

Ihre psychedelischen Vibes, ihr Drive und Flow bringen mich Tag und Nacht zum Schwärmen.

Diese Band kann süchtig machen!

(Heinz W. Arndt)

The Electric Family „The Long March – from Bremen to Betancuria”

Sireena SIR 2178 / Broken Silence Distribution

März 2018

Tracklist:

1. Landmark Visions 11:01

2. In The Web 4:21

3. Space Caravan 10:34

a. Picture Dreams

b. The Treasure Dance

c. The River And The Gold

4. Souls & Coins 6:50

5. Betancuria 12:21

a. The Conquest

b. Morro De La Cruz

c. Loveflow

6. Solid Structure 8:20

7. Ariel’s Hyperdrive 7:28

a. Amazing Colored Brains

b. Family Tryp

8. Close To The Dustheap 4:02

9. The Inca Cosma Fudge 8:18

10. Operation Stardust (Cockpit Edit) 4:43

CD-Lauflänge 78:00

http://www.electric-family.de

Filed under: Album Reviews, Classic Rock, Folk, Hardrock, Krautrock, Prog, Psychedelic, ,

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